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DGB Nord verlangt bessere Ausbildung

Trend zur Akademisierung DGB Nord verlangt bessere Ausbildung

Die Gewerkschaften wollen sich mit dem Trend zur Akademisierung nicht abfinden. Der DGB Nord sieht die Betriebe in der Pflicht, ihre Attraktivität für jungen Schulabgänger zu erhöhen.

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Die Qualität der beruflichen Ausbildung ist nach Einschätzung der Gewerkschaften in einzelnen Betrieben, Berufen und Branchen in Norddeutschland nicht wettbewerbsfähig.

Quelle: Felix Kästle/dpa (Symbolfoto)

Hamburg/Kiel. Die Qualität der beruflichen Ausbildung ist nach Einschätzung der Gewerkschaften in einzelnen Betrieben, Berufen und Branchen in Norddeutschland nicht wettbewerbsfähig. „Die Arbeitgeber verprellen die Fachkräfte von morgen und füttern lieber die Universität mit Schulabgängern, als an ihrer Attraktivität zu arbeiten“, sagte Ingo Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord). Das habe die Auswertung von Länderdaten für Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ergeben.

Nach Angaben des DGB Nord fehlen allein in Schleswig-Holstein bis 2030 rund 80 000 Facharbeiter. Das entspreche einer Ausbildungslücke von 4000 bis 5000 betrieblichen Plätzen pro Jahr. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sei der Ausbildungsmarkt nur auf den ersten Blick ausgeglichen. Trotz des dramatischen Rückgangs der Schulabgänger und der hohen Zahl offener Stellen würden immer noch fast 2000 junge Menschen pro Jahr in Übergangsmaßnahmen landen. In Hamburg sei bedenklich, dass nur knapp 20 Prozent der Schulabgänger nach Klasse 9 und 10 der Einstieg in eine Erstausbildung gelinge.

Ursache für die sinkende Akzeptanz beruflicher Ausbildung bei Jugendlichen und ihren Eltern sind nach Meinung des DGB schlechte Ausbildungsvergütungen, ausbildungsfremde Tätigkeiten, gesetzwidrige Überstunden ohne Ausgleich, Abweichungen vom Ausbildungsplan und unklare Übernahmechancen am Ende der Ausbildung. „Schlechte Ausbildungsqualität ist leider kein Einzelfall und spricht sich herum“, sagte Schlüter. „Die Arbeitgeber sägen an dem Ast, auf dem sie sitzen.“

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