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Nord-Sparkassen überraschen mit Ergebnis

Trotz Niedrigzinsphase Nord-Sparkassen überraschen mit Ergebnis

Die zwölf Sparkassen in Schleswig-Holstein haben 2016 in vielen Geschäftsfeldern zugelegt. „Gemessen an den Umständen ist das Ergebnis recht passabel“, sagte am Donnerstag Reinhard Boll, Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein (SGVSH).

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Reinhard Boll ist Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes für Schleswig-Holstein.

Quelle: eis: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Durch Kostensenkungen und neue Geschäftsfelder sei es gelungen, die schrumpfenden Erlöse aus dem Kreditgeschäft infolge der Niedrigzinsphase aufzufangen. Mehr noch: „Unser Verband im Norden ist bundesweit der einzige, der sein Betriebsergebnis im Vorjahresvergleich stabil halten konnte“, sagte Boll. Der Jahresüberschuss nach Steuern stieg demnach um 20 auf 143,2 Millionen Euro. Der Zinsüberschuss sank um 1,4 Prozent, der Provisionsüberschuss stieg um 4,3 Prozent. Das Geschäftsvolumen aller zwölf Sparkassen im Norden stieg um 900 Millionen Euro auf 38,4 Milliarden Euro.

Weitere Filialschließungen prognostiziert

Für das laufende Jahr wollte Boll keine Geschäftsprognose abgeben. „Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass die vor Jahren abgeschlossenen Kreditverträge mit höherer Verzinsung nach und nach auslaufen.“ Deshalb steige der Handlungsdruck der Sparkassen, Kosten zu begrenzen. „Es wird deshalb zu weiteren Filialschließungen und auch Stellenabbau kommen, die Sparkassen-Vorstände reagieren unternehmerisch“, sagte Boll. Eine Neuausrichtung des Vertriebssystem sowie die „Ausweitung der Internetfiliale, die der Kunde wünscht“, seien die Folge.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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