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Norwegen: Großauftrag könnte nach Kiel gehen

U-Bootbau Norwegen: Großauftrag könnte nach Kiel gehen

Die Kieler Werft TKMS und die französische Staatswerft DCN sind in der engeren Auswahl für den Neubau der nächsten norwegischen U-Bootgeneration. Norwegens Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide gab bekannt, dass die Liste der für den Auftrag ausgewählten Werften auf zwei reduziert wurde.

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Die "Uredd" gehört zu den sechs aktiven norwegischen U-Booten. Diese Boote sollen in zehn Jahren durch Neubauten ersetzt werden.

Quelle: Frank Behling

Kiel. DCN und TKMS haben jetzt die Möglichkeit dem norwegischen Verteidigungsministerium in den nächsten Monaten ihre Entwürfe zu präsentieren, um die Anforderungen der Marine Norwegens zu erfüllen. Die Entscheidung über das beste Angebot fällt schließlich das norwegische Parlament. Das Auftragsvolumen könnte sich auf mehr als eine Milliarde Euro summieren.

Ausschlaggebend für die Auswahl der beiden Werften sei, dass beide Unternehmen eine lange Tradition und viel Erfahrung beim Bau von großen und modernen U-Booten haben, so heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Die Werft für die zukünftigen norwegischen Boote müsse eine Expertise im Bau technologisch fortschrittlicher U-Boote sowie eine große industrielle Fertigungsanlage haben. Für die Marine Norwegens hatte TKMS verschiedene Boote angeboten. Als potenzielle Konkurrenten waren die Werften Navantia aus Spanien sowie Saab aus Schweden zeitweise im Rennen um den Auftrag. 

Genaues Investitionsvolumen noch unklar

Norwegens Marine verfügt heute über sechs U-Boote der „Ula“-Klasse. Die 60 Meter langen und 1150 Tonnen verdrängenden Boote gehören zur deutschen Klasse 210 und wurden 1989 bis 1992 bei der Werft Thyssen Nordseewerke in Emden gebaut. Diese U-Boote haben durch die gesteigerten Aktivitäten der russischen Atom-U-Boote im Nordmeer in den vergangenen Jahren wieder eine größere Bedeutung bekommen. Die sechs alten „Ula“-Boote sollen in etwa zehn Jahren ausgemustert werden.

Für den Bau der neuen Generation sind knapp zehn Jahre geplant. Wie viele neue Boote gebaut werden sollen, steht allerdings noch nicht fest. Norwegische Unternehmen sollen in den Auftrag eingebunden werden. Das genaue Investitionsvolumen hängt von den jeweiligen Angeboten der beiden Werften und der Zahl der U-Boote ab. In der jüngeren Vergangenheit hatte Norwegen beim Marineschiffbau Großaufträge an Werften in Spanien und Korea vergeben. Fünf neue Lenkwaffenfregatten lieferte die spanische Navantia-Werft. Der Bau des neuen Logistikschiffes „Maud“ wurde an die koreanische Daewoo-Werft vergeben.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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