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US-Reederei nimmt wieder Kurs auf Kuba

Nach über 50 Jahren US-Reederei nimmt wieder Kurs auf Kuba

Paukenschlag in der Kreuzfahrt. Seit über 50 Jahren wird erstmals wieder eine US-Reederei Kurs auf Kuba nehmen. Die in Miami ansässige Carnival Corporation nimmt ab 1. Mai drei kubanische Häfen in die Reiseprogramme auf, das teilte Carnival-Vorstand Donald Arnold am Freitag in Miami mit. 

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Erstmals seit über 50 Jahren nehmen die Kreuzer einer US-Reederei wieder Kurs auf Kuba.

Quelle: Frank Behling

Miami. Das US-Unternehmen ist die größte Kreuzfahrtreederei der Welt und hat über 100 Schiffe und zehn verschiedene Marken, dazu gehört auch die deutsche Reederei AIDA Cruises. Den Start bei den Kuba-Kreuzfahrten macht jetzt die Carnival-Tochter Fathom Cruises. Unter dieser Marke wird am 1. Mai um 16.30 Uhr das Kreuzfahrtschiff „Adonia“ erstmals von Miami aus Kurs auf Havanna nehmen. Bei den einwöchigen Reisen werden die Häfen Havanna, Cienfuegos und Santiago de Cuba angelaufen. Zukünftig wird das Schiff jeden Sonntag von Miami aus in See stechen.

Damit startet erstmals seit Verhängung der US-Blockade 1960 wieder ein Kreuzfahrtschiff von einem US-Hafen mit Ziel Kuba. Die Vereinbarung zwischen der Reederei und den Behörden Kubas und der USA sieht vor, dass auch Passagiere mit dem Schiff reisen dürfen, die in Kuba geboren wurden  und später in die USA geflüchtet sind, das gab die Carnival Corporation am Freitag in Miami bekannt. „Wir schreiben damit Geschichte und tragen  zu einer positiven Zukunft bei“, sagt Carnival-Vorstand Donald Arnold. Er sprach Anerkennung für die Partner in den USA und Kuba aus, mit denen die Verhandlungen liefen. „Alle haben hart dafür gearbeitet, um dies zu verwirklichen“, sagte Arnold. Die „Adonia“ wurde 2001 in Frankreich gebaut und war zuletzt für die britische Carnival-Marke P&O auch in der Ostsee und im Mittelmeer unterwegs. Das 180 Meter lange Schiff hat Platz für 777 Passagiere.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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