27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Krümmel hat einen Dachschaden

Akw Krümmel Krümmel hat einen Dachschaden

Unglaubliche Panne im Kernkraftwerk Krümmel: Das Dach eines Nuklearlagers ist bei einem Regentest durchgefallen und muss grundsaniert werden, weil es vor mehr als 40 Jahren falsch gebaut worden ist. Das teilte das Kieler Umweltministerium als Atomaufsicht in Schleswig-Holstein am Montag mit.

Voriger Artikel
Deutschlandtourismus als Zugpferd der Hamburger Reise-Messe
Nächster Artikel
Branchenverband zieht Bilanz des Online- und Versandhandels

Das Dach des Atomkraftwerks Krümmel wird kurzfristig zusätzlich gesichert und bis zum Jahresende vollständig saniert.

Quelle: dpa

Geesthacht/Kiel. Das marode Dach wurde vorerst behelfsmäßig gesichert, weil es Zweifel an der Tragfähigkeit einiger Dachplatten gab. Der Betreiber Vattenfall kündigte an, das Dach bis Jahresende zu sanieren.

Aufgedeckt wurde die Panne im Zuge eines Starkregen-Tests, den alle Kernkraftwerke in Deutschland absolvieren müssen. In Krümmel wurden nach dem Regenguss am gemeinsamen Dach der „heißen Werkstatt“ und des nuklearen Feststofflagers „Durchfeuchtungen“ entdeckt. „Es hat nicht herein geregnet“, ergänzte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Nach ihren Angaben hätte selbst bei einer kleineren Dach-Leckage keine Gefahr für Mensch und Umwelt bestanden. In der Werkstatt und dem Lager, in denen verstrahlte Bauteile und radioaktive Abfälle abgestellt sind, herrscht betriebsgemäß ein Unterdruck. Folge: Radioaktive Partikel können selbst bei einem porösen Dach nicht in Freie gelangen.

Mit dem feuchten Dach war es allerdings nicht getan. Bei einer Überprüfung stellte sich heraus, dass der in den 70er-Jahren errichtete Dachaufbau nicht „den geprüften und der Baugenehmigung zugrunde gelegten statischen Unterlagen“ entspricht. Begründung: Der Betreiber hatte auf dem Dach zusätzlichen Beton gegossen und anschließend Kies so aufgeschüttet, dass Regenwasser ablaufen kann. Der Haken: Durch Beton und Kies erhöhte sich die „Flächenlast“ auf den Dachplatten derart, dass ihre Tragsicherheit etwa im Fall eines starken Schneefalls nicht mehr gewährleistet war. Laut Ministerium wurden „Sofortmaßnahmen“ umgesetzt: Der Kies kam vom Dach, das durch eine Stahlblechkonstruktion stabilisiert wurde.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3