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Provinzial Nordwest auf Wachstumskurs

Versicherung Provinzial Nordwest auf Wachstumskurs

Der Versicherungskonzern Provinzial Nordwest verzeichnete 2015 in fast allen Bereichen Wachstum. Die Beitragseinnahmen stiegen um fünf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro; davon fielen 2,3 Milliarden Euro auf den Bereich Lebensversicherungen und 1,8 Milliarden auf Schaden- und Unfallversicherungen.

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Wolfgang Breuer, Vorstandsvorsitzender der Provinzial: "Der Markt ist im Umbruch."

Quelle: Provinzial

Kiel/Münster. Diese vorläufigen Zahlen teilte die Provinzial am Montag mit. Entsprechend zufrieden äußerte sich Konzernchef Wolfgang Breuer: „Wir haben uns 2015 gut positioniert und richtig Schwung aufgenommen.“ In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Neu- und Mehrbeiträge insgesamt um rund acht Prozent. Kräftige Beitragszuwächse erreichte der Konzern vor allem in der Wohngebäude- und Kraftfahrtversicherung. Die Schadenaufwendungen gingen gegenüber dem Vorjahr zurück; 2014 hatten schwere Unwetter erhebliche Sturm- und Elementarschäden verursacht. Allerdings verlief die Schadenentwicklung 2015 konzernweit sehr unterschiedlich: Während in Westfalen die Belastung durch Schäden deutlich gesunken ist, stieg sie im Norden. Mehrere Stürme hinterließen in der Bilanz des Unternehmens Spuren. Allein für „Mike“ und „Niklas“ Ende März/Anfang April 2015 beliefen sich die Schadenaufwendungen auf rund 43 Millionen Euro. Die Schaden-Kosten-Quote liege mit voraussichtlich etwa 93 Prozent (Vorjahr: 99,7) wieder deutlich unter der kritischen 100-Prozent-Marke.

Kombinationsversicherungen sehr beliebt

Im Bereich Lebensversicherungen fragten die Kunden fondsgebundene Versicherungen und sogenannte Hybridversicherungen, die eine Kombination aus Garantie und Renditechancen bieten, besonders stark nach. Diese starke Nachfrage habe zur „erfreulichen Entwicklung im Lebensversicherungsgeschäft“ beigetragen, so die Provinzial. Die Beitragseinnahmen stiegen um 7,5 Prozent auf rund 2,3 Milliarden Euro. Mit voraussichtlich 4,5 Prozent konnte die Provinzial NordWest Lebensversicherung eine vergleichsweise gute Nettoverzinsung ihrer Kapitalanlagen erwirtschaften.

Trotz der guten Entwicklung kann sich das Unternehmen nicht darauf ausruhen: Zum Jahresanfang hat die Provinzial ein konzernweites Strategieprogramm gestartet. „Der Markt ist im Umbruch. Digitalisierung ist ein Mega-Thema. Niedrigzinsen sind keine Phase mehr, sondern mittlerweile ein Dauerzustand“, so Wolfgang Breuer. Mit dem Programm Nordwest 2018 würden alle wichtigen Unternehmensbereiche durchleuchtet.

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Foto: Rund ein Drittel der 3000 Mitarbeiter der Provinzial Nord-West arbeitet in Kiel.

Dauerniedrig-Zinsen, zunehmende Sturmschäden, schärfere Kapitalvorschriften: Die Versicherungswirtschaft wird durchgeschüttelt wie noch nie. Mit dem Zukunftsprogramm „NordWest 2018“ will Provinzial-Chef Wolfgang Breuer den zweitgrößten öffentlichen Versicherer fit für die Zukunft machen.

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