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Vossloh verkauft Werk in Spanien

Lokomotiven Vossloh verkauft Werk in Spanien

Die Vossloh AG wird ihr Werk in Spanien an die Schweizer Stadler Rail AG verkaufen. Stadler zahlt für das Geschäftsfeld Rail Vehicles (940 Mitarbeiter) 48 Millionen Euro und übernimmt Verbindlichkeiten in Höhe von 124 Millionen Euro. Ein Verkauf des Lokwerkes in Kiel sei „konkret noch nicht greifbar“, so der Bahntechnik-Konzern.

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Das Werk von Vossloh España in Albuixech in der Nähe von Valenica. Dort werden Diesellokomotiven und Nahverkehrsbahnen gebaut.

Quelle: hfr

Valencia/Kiel. Der Vertrag sei am Mittwoch unterzeichnet worden, so Vossloh. Die Transaktion muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Sie soll im ersten Quartal 2016 vollzogen und dann rückwirkend zum 1. Juli 2015 umgesetzt werden. Stadler erhofft sich durch den Kauf „Zutritt zu neuen Märkten“. Der Standort in Albuixech in der Nähe von Valenica, wo Diesellokomotiven und Nahverkehrsbahnen gebaut werden, solle als Kompetenzzentrum für den Lokomotivenbau gestärkt werden“.

 Vossloh hatte vor knapp einem Jahr beschlossen, sich vom Geschäftsbereich Transportation zu trennen und sich ganz auf das Geschäft mit Bahn-Infrastruktur zu konzentrieren. Zu dem Bereich gehören neben Vossloh España noch Vossloh Locomotives (Kiel) und Vossloh Electrical Systems (Düsseldorf). Bei diesen beiden Unternehmen sei „ein Eigentumswechsel konkret noch nicht greifbar“, teilte der Konzern mit. Es bleibe unverändert bei dem Ziel, bis spätestens Ende 2017 auch für diese beiden Bereiche einen geeigneten Käufer zu finden. Vossloh werde bis dahin „alle Maßnahmen vorantreiben, um die Potentiale beider Geschäfte weiter zu entwickeln“.

 Die operative Situation in Kiel habe sich in den letzten zwölf Monaten deutlich verbessert. Es sei davon auszugehen, dass dieser positive Trend anhalte, nicht zuletzt durch den für Sommer 2016 fest geplanten Umzug in den neuen Produktionsstandort in Kiel-Suchsdorf. Vossloh Locomotives erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres einen Umsatz von 68,6 Millionen Euro, das Geschäft lag damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Deutlich rückläufig waren allerdings die Auftragseingänge, so dass der Auftragsbestand innerhalb eines Jahr von 107 auf 68 Millionen Euro gesunken ist. „Wir haben Schwächen im Auftragseingang, aber das Jahr ist noch nicht zu Ende. Und insgesamt sind wir auf einem guten Weg“, sagte Geschäftsführer Thomas Schwichtenberg dieser Zeitung. Er hoffe zudem noch auf einen großen Auftrag bis zum Jahresende. Derzeit arbeite das Werk in Kiel unter „Vollauslastung“, und der Servicestandort in Moers sogar über der Kapazitätsgrenze. Vossloh Locomotives will den Service-Bereich zum zweiten Standbein ausbauen.

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Foto: Blick in die gut laufende Produktion von Vossloh Kiel: Christian Schwager ist einer von 330 Mitarbeitern in der Landeshauptstadt.

Neuigkeiten zum Verkauf der Vossloh Locomotives GmbH (Kiel) gab es am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz der Vossloh AG in Frankfurt nicht. Aber Vorstandschef Hans Schabert sieht den Lokhersteller in der Spur und vor dem Eintritt in eine „neue Ära“. Bis 2017 soll ein neuer Eigentümer gefunden sein.

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