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Warnstreik: Einige Kitas geschlossen

Schleswig-Holstein Warnstreik: Einige Kitas geschlossen

Mitarbeiter kommunaler Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein sind am Mittwoch in einen Warnstreik getreten. Erzieher und Sozialarbeiter fordern eine höhere Eingruppierung und damit eine deutlich bessere Bezahlung. Sollten die nächsten Verhandlungsrunden keine Fortschritte bringen, drohen unbefristete Streiks.

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Einige Kitas in Schleswig-Holstein haben am Mittwoch nicht auf: Die Mitarbeiter sind im Warnstreik.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Kiel. Mit weiteren Warnstreiks in Kindertagesstätten auch in Schleswig-Holstein hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber noch einmal erhöht. Verdi hatte in einigen Regionen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, vor allem aber in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Die nächsten Tarifgespräche sind an diesem Donnerstag in Düsseldorf und am 16. April in Hannover geplant. „Sollten sich die Arbeitgeber nicht bewegen, läuft das auf unbefristete Streiks hinaus“, sagte Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky.

Verdi und die Bildungsgewerkschaft GEW fordern eine bessere Eingruppierung - und damit Bezahlung - von bundesweit rund 240000 Kinderpflegern, Erziehern und Sozialarbeitern in kommunalen Einrichtungen. Die Forderungen würden im Durchschnitt auf ein Einkommensplus von zehn Prozent hinauslaufen. Die Vereinigung Kommunaler Arbeitgeberverbände hat pauschale Erhöhungen in den ersten beiden Verhandlungsrunden jedoch zurückgewiesen. Verdi-Chef Frank Bsirske drohte deshalb bereits mit wochenlangen Streiks.

In Schleswig-Holstein streikten am Mittwoch Erzieher und Sozialarbeiter in mehreren Landesteilen. In Flensburg waren nach Angaben der Gewerkschaft Verdi neun Kitas an elf Standorten geschlossen, in Eckernförde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) vier. Auch in Itzehoe (Kreis Steinburg), Halstenbek, Appen, Wedel und Elmshorn (Kreis Pinneberg) waren Kitas und Jugendbetreuungseinrichtungen von Warnstreiks betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern seien vor allem Kitas in Schwerin und Neubrandenburg bestreikt worden, sagte Schischefsky. „Die Beschäftigten sind zu weiteren Streiks bereit, sollten die Arbeitgeber weiterhin kein Angebot machen.“

Bereits am Dienstag waren Kitas in Hamburg und Niedersachsen geschlossen, weil Mitarbeiter die Arbeit niederlegten.

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