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Abzocke mit gefälschten Schreiben

Warnung der IHK Abzocke mit gefälschten Schreiben

Die Absender haben hochoffizielle Namen, die Briefköpfe suggerieren die Seriosität von Behördenschreiben: Die Versuche von zweifelhaften Privatfirmen, Unternehmen Geld aus der Tasche zu ziehen, nehmen immer größere Ausmaße an.

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Sieht aus wie ein Behördenschreiben, ist aber keins: Auf Briefköpfe wie diesen fallen immer mehr Firmen herein.

Quelle: IHK

Kiel. Am Mittwoch sah sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein einmal mehr gezwungen, vor der Abzockmasche mit behördlich anmutenden Schreiben zu warnen. „Darin werden Unternehmer bedrängt, sich in Register eintragen zu lassen oder sinnlose Verträge abzuschließen“, sagt Tina Möller, Juristin bei der IHK in Kiel. „Mit dieser Masche sollen Unternehmer in teure Vertragsfallen gelockt werden.“

Schaden zwischen 600 und 1000 Euro

Der Trend zeigt deutlich aufwärts: Hatten sich in den vergangenen Jahren noch ein bis zwei Unternehmer pro Woche mit solchen dubiosen Schreiben an sie gewendet, gebe es das derzeit fast täglich. Leider würden auch immer mehr Unternehmer auf die Masche hereinfallen, da die Schreiben im allgemein wachsenden Bürokratie-Aufwand oftmals durchrutschten. Der Schaden betrage nicht selten zwischen 600 und 1000 Euro im Jahr. Dass für den Eintrag in nutzlose Firmenverzeichnisse überhaupt eine Gebühr erhoben werde, stehe in der Regel nur im Kleingedruckten. Möller: „Das Perfide ist, dass Unternehmer anders als Verbraucher sich nicht per Widerruf vom Vertrag lösen können.“ Die IHK rät allen betroffenen Unternehmen, Strafanzeige zu stellen und die Verträge wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Die Verfolgung der Abzocker sei jedoch nicht einfach, da diese in den meisten Fällen ihren Sitz außerhalb Deutschlands hätten.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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