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Warum der Briefkasten montags leer bleibt

Post-Politik Warum der Briefkasten montags leer bleibt

Und montags ist er nie da: Was sich fast wie die Textzeile aus einem Song der deutschen Hip-Hop-Gruppe „Die Fantastischen Vier“ anhört, ist für viele Postkunden seit Langem Realität. Montags ist der Briefkasten fast immer leer. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

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Die Gründe für die leeren Briefkästen am Montag sind vielschichtig.

Quelle: Daniel Naupold/ dpa (Archiv)

Kiel. Für Verdi-Mann Lars-Uwe Rieck steht fest: „Vollbezahlte Briefe und die Tageszeitungen werden an diesem Tag zugestellt, der Rest aber erst an den kommenden Tagen verteilt.“ Der für Postdienste zuständige Landesfachbereichsleiter kennt die Gründe: Die Post steuere aus Kostengründen verstärkt ihre Sendungen je nach Priorität, „da landen preiswerte Zustellungen wie die Infopost schon mal deutlich später beim Zusteller“. Zudem habe die Umstellung auf ein neues Produkt- und Preissystem für „ordentliche Abflüsse“ im Massengeschäft gesorgt: „Einige sind zu privaten Dienstleistern gewechselt, andere versenden jetzt ihre Post per zertifizierter E-Mail.“

Laut Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt gelingt die Briefzustellung am nächsten Werktag „in hohem Maße“. Weil aber auch die Zustell-Ressourcen Grenzen hätten – aktuell zusätzlich beeinflusst durch viele grippale Erkrankungen – könnte es auch bei Paketen oder nicht ermäßigten Briefsendungen zu leichten Verspätungen kommen. „Je nach Produkt sind die Laufzeiten für den Kunden kalkulierbar und nachvollziehbar“, betont Hogardt. Eine Rolle würde auch die knappere Personalbesetzung an Wochenenden spielen: „Wenn eine Versicherung in Bayern am Sonnabend eine Rechnung aufgibt, muss diese nicht schon am Dienstag im Briefkasten in Kiel sein.“ Und obwohl auf einen Montag nur etwa fünf Prozent der gesamten wöchentlichen Postmenge fallen würden, halte die Post an der Sechs-Tage-Zustellung fest: „Da gibt es keine Diskussion.“

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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