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Weniger Arbeitslose im Oktober

Herbstbelebung Weniger Arbeitslose im Oktober

Der Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein hält an. Im Oktober sank die Zahl der Arbeitslosen — im Vergleich zum September und auch im Vorjahresvergleich. Besonders erfreulich ist der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen.

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Die Zahl der Arbeitslosen sank im Vergleich zum Vormonat September um 1400 auf 92800.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Kiel. Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein ist weiter in guter Verfassung. Auch im Oktober ging die Arbeitslosigkeit zurück, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum September sank die Zahl der Arbeitslosen um 1400 auf 92800; im Vergleich zum Oktober des Vorjahres nahm die Zahl um 1000 ab. Die Arbeitslosenquote ging von 6,2 Prozent im September auf jetzt 6,1 Prozent zurück. Im Oktober 2014 hatte sie noch 6,3 Prozent betragen.

Auch bei den Stellenangeboten und den sozialversicherungspflichtigen Jobs insgesamt läuft es positiv. Ein Wermutstropfen ist die deutlich gestiegene Arbeitslosigkeit bei Jobsuchenden aus Asylzugangsländern.

„Die kräftige Herbstbelebung hält an“, sagte die Chefin der Arbeitsagentur im Norden, Margit Haupt-Koopmann. Bereits im September war die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurückgegangen. Im Oktober habe speziell die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren überproportional — um 800 oder 7,8 Prozent — abgenommen. „Hier wird deutlich, dass die Betriebe auch im Oktober die Chance genutzt haben, Ausbildungsplätze zu besetzen oder jene jungen Fachkräfte einzustellen, die nach ihrem erfolgreichen Ausbildungsabschluss nicht übernommen wurden“, sagte Haupt-Koopmann.

Zuversichtlich stimme sie auch, dass die Arbeitskräftenachfrage spürbar über dem Vorjahresniveau liege. Haupt-Koopmann sieht keine Anzeichen, dass sich daran in Kürze etwas ändern wird. Seit Jahresbeginn haben die Betriebe 57 600 sozialversicherungspflichtige Arbeitsangebote gemeldet — 2000 oder 3,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Unser aktueller Stellenbestand liegt in allen Branchen über dem jeweiligen Vorjahreswert“, sagte die Agenturchefin.

Neue Jobs entstanden im Gesundheits- und Sozialwesen (plus 4000), im Handel (plus 3000) und im Gastgewerbe (plus 2800). Dagegen gingen Arbeitsplätze im Bereich öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (minus 500) sowie im Finanz- und Versicherungswesen (minus 300) verloren.

Negativ entwickelte sich ein Teilbereich des Arbeitsmarktes: Bei Jobsuchenden aus den sogenannten Asylzugangsländern nahm die Arbeitslosigkeit um 1200 oder 35,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. „Es wird in den kommenden Wochen und Monaten darum gehen, für Schutzsuchende mit Bleibeperspektive — darin sind sich alle Arbeitsmarktpartner einig — Wege in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erschließen“, sagte Haupt-Koopmann.

Unter den Kreisen hatte im September Stormarn mit 3,6 Prozent die niedrigste und Dithmarschen mit 6,7 Prozent die höchste Arbeitslosenquote. Unter den kreisfreien Städten gab es in Flensburg mit 9,3 Prozent den geringsten Wert, in Kiel mit 10,0 Prozent den höchsten.

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