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Weniger Dorsch: Ostsee-Fischer befürchten neue Fangquote

Fischerei Weniger Dorsch: Ostsee-Fischer befürchten neue Fangquote

Wegen einer drohenden Absenkung der Dorschquote in der westlichen Ostsee bangen zahlreiche Küstenfischer um ihre Existenz. "90 bis 95 Prozent der Fischer wären vom Aus bedroht", sagte am Freitag der stellvertretende Landesvorsitzende des Fischereiverbands, Benjamin Schmöde, zur Empfehlung des internationalen Rats für Meeresforschung (ICES).

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Mitarbeiter der Fischereigenossenschaft entladen Dorsch von einem Fischkutter.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Kiel. Diese sieht für 2017 ein Absenken der Quote um mindestens 85 Prozent vor. Auf Basis der Empfehlung, über die zuvor die "Kieler Nachrichten" berichtet hatten, legen ab Sommer EU-Kommission und Ministerrat die Fangmengen fest.

Landesfischereiminister Robert Habeck (Grüne) äußerte sich besorgt zum festgestellten Rückgang des Dorsches: "Die Situation ist ohne Zweifel existenziell." Mit Blick auf die Fischereibetriebe im Haupt- und Nebenerwerb im Land gelte es nun zu überlegen, "wie man die Lasten auf alle Schultern gleichmäßig verteilt". Denn statt des erwarteten Anstiegs bei der Dorschmenge registrierte das ICES einen nahezu vollständigen Ausfall des Nachwuchsjahrgangs. Dorsch stellt als "Brotfisch" die wichtigste Einkommensquelle der Fischer dar.

dpa

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