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Aida muss Jungfernfahrt erneut absagen

Werftprobleme Aida muss Jungfernfahrt erneut absagen

Die Reederei Aida Cruises muss erneut einen schweren Rückschlag mit den Neubauprogramm in Japan einstecken. Die Probefahrt des ersten Neubaus „Aidaprima“ in Nagasaki musste jetzt abgesagt werden. Die technischen Probleme mit dem ersten Schiff sind größer als erwartet.

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Die „Aidaprima“ sollte ursprünglich im März 2015 in Fahrt kommen und ab bereits im Juni diesen Jahres mit Reisen ab Hamburg starten.

Quelle: hfr

Rostock/Nagasaki. Die für den 1. Oktober geplante Jungfernfahrt nach Yokohama nach Dubai sowie das gesamte Winterprogramm in Dubai musste die Reederei am Dienstagmorgen absagen. Grund ist eine Information der Werft Mitsubishi Heavy Industries (MHI) in Japan, dass auch der zweite Ablieferungstermin für den Neubau nicht eingehalten werden kann. Wie die Rostocker Reederei Dienstag früh mitteilte, werden alle Reisebüros und Vertriebspartner über aktuelle Fahrplanänderungen für die Wintersaison 2015/2016 informiert. Die „Aidastella“ wird deshalb den Fahrplan der „Aidaprima“ im Persischen Golf bis März 2016 übernehmen.

Die bisher geplanten Reisen von der neuen „AIDAprima“ können leider nicht wie geplant stattfinden. Dies betrifft die Jungfernfahrt  von Yokohama nach Dubai, die Orientreisen sowie die Überführungsreise von Dubai nach Hamburg. Grund dafür ist eine Information der Werft Mitsubishi Heavy Industries Ltd. (MHI) in Nagasaki, wie Aida mitteilt. Der Zeitplan zur Fertigstellung des bei MHI in Auftrag gegebenen Schiffes „Aidaprima“ nicht einhalten kann. Das hat auch Auswirkungen auf das zweite Schiff, das derzeit im Baudock in Nagasaki liegt. Es wird sich auch deutlich verspäten. Die Werft wollte mit den Kreuzfahrtschiffen in den Markt für große Passagierschiffe zurückkehren. Mit dem Auftrag, den Mitsubishi 2012 im Wettbewerb gegen die Meyer Werft an Land zog, hatte sich Mitsubishi jedoch deutlich verkalkuliert. Im vergangenen Jahr gab die Werft bereits bekannt, dass es durch den Auftrag einen außerplanmäßigen Verlust von 400 Millionen Euro gab.

"Wir bedauern sehr, dass wir unseren Gästen den erhofften Urlaub nicht wie geplant bieten können. Alle betroffenen Gäste werden selbstverständlich zu Alternativen und großzügigen Kompensationen informier“, sagte Aida-Chef Michael Ungerer am Dienstagmorgen. Bei der Rostocker Reederei sei man aber weiter fest davon überzeugt, ein erstklassiges Schiff zu erhalten, das neue Maßstäbe setze, so Ungerer.

Die „Aidaprima“ sollte ursprünglich im März 2015 in Fahrt kommen und ab bereits im Juni diesen Jahres mit Reisen ab Hamburg starten. Der erste Katalog war bereits gedruckt und musste im Herbst vorigen Jahres wieder eingestampft werden. Daraufhin wurde ein zweiter Katalog aufgelegt, der mit der neuen Jungfernreise sechs Monate später startete. Auch dieser Katalog ist jetzt Geschichte.

Die „Aidaprima“ soll jetzt im kommenden Frühjahr die Werft verlassen. Die Reederei peile jetzt den April 2016 in Hamburg als Start für das Programm an. Die 300 Meter lange „Aidaprima“  ist 125000 BRZ groß und wird damit dann das größte Schiff im deutschen Kreuzfahrtmarkt. An Bord sollen Kabinen für 3250 Passagiere sein. Angetrieben wird der Koloss von vier MaK-Motoren aus Deutschland. Die Taufe des Schiffes wird angesichts der Entwicklung jetzt von Japan nach Hamburg verlegt. Nähere Informationen werden zeitnah bekannt geben, so teilte das Unternehmen mit.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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