9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Windkraft-Bremse alarmiert Energieministerium in MV

Energie Windkraft-Bremse alarmiert Energieministerium in MV

Die Pläne der Bundesnetzagentur für einen deutlich gebremsten Windkraftausbau im Norden haben beim Energieministerium in Mecklenburg-Vorpommern für Irritationen gesorgt.

Voriger Artikel
Eine Katastrophe für die Berufsfischer
Nächster Artikel
Costa-Gruppe baut nautische Zentrale für Kreuzfahrtschiffe aus

Zwei Windkraftanlagen und ein Kraftwerk sind zu sehen.

Quelle: Lukas Schulze/Archiv

Schwerin. Eine Sprecherin zeigte sich am Mittwoch in Schwerin erstaunt, dass der Nordosten in dem am Vortag bekannt gewordenen Verordnungsentwurf als eines der von der Bremse betroffenen "Netzausbaugebiete" erfasst ist. Im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) 2017, das im Juni das Bundeskabinett passiert habe, sei der Nordosten nicht enthalten, sagte sie. Es sei erstaunlich, woher die neuen Erkenntnisse kommen, die nun MV mit einschließen.

Die Sprecherin kündigte an: "Wir werden genau prüfen, ob die Einteilung in ein Netzausbaugebiet und damit die Begrenzung des Ausbaus für alle Gebiete gerechtfertigt ist." Hierzu werde sich der Nordosten in die Länderbeteiligung einbringen. Derzeit befinde sich der Entwurf in der Ressortabstimmung des Bundes, offiziell seien die Länder noch nicht beteiligt worden.

Die Sprecherin wies zugleich darauf hin, dass die Verordnung zwar eine Restriktion darstelle, aber noch Ausbau erlaube. Nach dem Verordnungsentwurf müssen die Regionen, in denen in der Vergangenheit die meisten neuen Windparks entstanden sind, künftig mit etwas mehr als der Hälfte des bisherigen Zubaus auskommen. Grund für den gebremsten Ausbau sind die Engpässe im Stromnetz. Von den jährlich 2800 Megawatt Windkraft-Leistung, die von 2017 an jährlich neu gebaut werden sollen, dürfen nur maximal 902 Megawatt in "Netzausbaugebieten" im Norden entstehen, wie aus dem Entwurf hervorgeht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Veranstaltung in...

Aktuelle
Veranstaltungen
und Tagestipps!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie Frau
Marion N.-Neurode

Anzeige
Mehr aus Nachrichten: Wirtschaft 2/3