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Neues Werk kommt nach Neumünster

Wirklich kein Käse Neues Werk kommt nach Neumünster

Das nächste Schwergewicht aus der Lebensmittelbranche siedelt sich in Neumünsters Industriegebiet Süd an der B 205 an: Die Meierei Barmstedt will ein neues Werk bauen. Investition: 80 Millionen Euro.

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Auf einem Grundstück gleich neben dem Milchtrockenwerk am Donaubogen, an dem die Meierei Barmstedt beteiligt ist, will sie ihr neues Käsewerk bauen.

Quelle: Sabine Nitschke

Neumünster. Gemessen an der verarbeiteten Milchmenge ist es das größte selbstständige Milchwirtschaftsunternehmen in Schleswig-Holstein und unter den Top 20 in Deutschland und will auf einem 120 000 Quadratmeter großen Grundstück, das direkt neben dem Milchtrockenwerk am Donaubogen liegt, ein neues Käsewerk bauen.

Das bestätigte Dirk Rowedder als geschäftsführender Vorstand auf Anfrage. Neumünsters Ratsversammlung hat den Zuschlag für das Areal erteilt, mit dem Bau soll noch in diesem Frühjahr begonnen werden. „Wir sind uns handelseinig, jetzt müssen noch die Verträge unterzeichnet werden“, sagte Rowedder. Produziert werden sollen in dem neuen Werk ab Frühjahr 2019 jährlich 35000 Tonnen verschiedener Käsesorten für den Lebensmitteleinzel- und -großhandel, für Großverbraucher, aber auch für die industrielle Weiterverarbeitung. Rowedder: „Auch Mozzarella und Pizzakäse.“ Die Abnehmer des Unternehmens aus der holsteinischen Kommune im Kreis Pinneberg sind mittlerweile über den Globus verstreut. „Die EU ist für uns fast schon Binnenland. Über Vertriebspartner erreichen wir auch Kunden in Mittelamerika, Kuba, Korea und Japan.“

Weshalb das Industriegebiet Süd?

Bei dem Hauptsitz der 1880 gegründeten Meierei in Barmstedt wird es bleiben; Neumünster, wo das Unternehmen bereits an dem 2014 in Betrieb gegangenen Milchtrockenwerk beteiligt ist, soll zusätzliche Produktionsstätte mit 40 Mitarbeitern werden. Weshalb das Industriegebiet Süd? „In Barmstedt haben wir eine innerstädtische Lage, das ist schwierig wegen der Lärmemission und des Lkw-Verkehrs. Dieses Industriegebiet ist ideal: Wir können die Gebäude bis zu 50 Meter hoch bauen, es gibt eine gute Anbindung an Wasser, Abwasser, Strom, Gas und über die B 205 an die Autobahn A7“, begründete Rowedder. Synergieeffekte mit dem Milchtrockenwerk seien nicht direkt geplant, könnten sich aber durchaus ergeben.

In dem 2002 neu errichteten und 2006 erweiterten Betrieb Barmstedt verarbeiten und veredeln 100 Mitarbeiter, davon zwölf Auszubildender, pro Jahr 850 Millionen Kilogramm Roh- und Magermilch zu Käse, Butter, Milch- und Molkenkonzentraten. Zuletzt wurde ein Umsatz von rund 262 Millionen Euro erwirtschaftet. In dem zusammen mit den Meiereien Schmalfeld-Hasenmoor, Wasbek und Uelzena betriebenen Milchtrockenwerk Norddeutschland wird Milch zu Magermilchpulver verarbeitet.

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Ein Artikel von
Sabine Nitschke
Holsteiner Zeitung

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