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Wirtschaft in guter Verfassung

Schleswig-Holstein Wirtschaft in guter Verfassung

Freundlicher Konjunkturhimmel über dem Norden: Die Wirtschaft vermeldet gut Zahlen und ist auch weiter recht zuversichtlich. Doch ungetrübt ist die Stimmung nicht. Es gibt auch schon reale Warnsignale.

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Uli Wachholtz, UVNord-Präsident, sieht die schleswig-holsteinische Wirtschaft in guter Verfassung.

Quelle: Maja Hitij/dpa

Kiel. Gute Umsätze, ordentlich gefüllte Auftragsbücher, ein stabiler Arbeitsmarkt — die Wirtschaft in Schleswig-Holstein und Hamburg geht gut gerüstet in das zweite Halbjahr. Die Aussichten seien von leichtem Optimismus geprägt, sagte der Präsident der norddeutschen Unternehmensverbände, Uli Wachholtz, am Freitag in Kiel.

In einer aktuellen Konjunkturumfrage zeichneten gut 600 Unternehmen mit ihren Antworten ein überwiegend positives Bild, aber gant ungetrübt ist es nicht: Den Regierungen in Kiel und Berlin bescheinigen die Betriebe eine keinesfalls mittelstandsfreundliche Politik, und die Krisen um EU-Finanzen, Griechenland oder die Ukraine belasten die Stimmung ebenfalls. Dies schlägt sich auch in starker Zurückhaltung bei Investitionen nieder. Ein Alarmsignal ist auch, dass 45 Prozent der Betriebe aus der wichtigen Metall- und Elektroindustrie für das erste Halbjahr gefallene Umsätze vermeldeten.

Über alle Branchen hinweg berichteten 40 Prozent von gestiegenen Umsätzen gegenüber dem ersten Halbjahr 2014 und 27 Prozent von gesunkenen. 40 Prozent verbuchten gestiegene Auftragseingänge und 32 Prozent gefallene. 34 Prozent erwarten bis Ende September steigende Aufträge und 15 Prozent ein Minus. Schlechter sieht es bei den Investitionen aus: 24 Prozent wollen sie zum Vorjahr erhöhen, 29 Prozent planen Einschränkungen. Das Umfeld für Investitionen ist aus Sicht der Unternehmensverbände in Deutschland generell nicht gut.

Die Lage am Arbeitsmarkt sei sehr stabil, sagte Wachholtz. Die Konjunktur sei in Hamburg besser in Fahrt gekommen als in Schleswig-Holstein. Im nördlichsten Bundesland erwarteten aber mehr Betriebe steigende Aufträge als in der Hansestadt.

Die Lage in den Branchen ist sehr unterschiedlich: Chemie, Ernährungsindustrie und Dienstleistungen warten mit positiven Zahlen und Erwartungen auf, während die Lage in der Metall- und Elektroindustrie ins Negative zu driften droht. Auch die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich eingetrübt.

Der UV Nord vertritt über 84 Mitgliedsverbände die Interessen von mehr als 41 000 Unternehmen mit 1,55 Millionen Mitarbeitern in Schleswig-Holstein und Hamburg.

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