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Förderbank finanziert mehr Wohnungen

Wohnungsbau Förderbank finanziert mehr Wohnungen

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein hat die Arbeit der Landesregierung gelobt. „Die Wohnraumpolitik des Landes ist hervorragend“, sagte der Vorstandsvorsitzende Erk Westermann-Lammers am Mittwoch in Kiel.

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Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein sind knapp.

Quelle: dpa

Kiel. Westermann-Lammers nannte das Handeln der Landesregierung gerade im bundesweiten Vergleich sehr flexibel. „Wir passen ganz schnell an den Bedarf an.“ Das Fördergeld gehe dorthin, wo es gebraucht werde.

Im vorigen Jahr vergab die Investitionsbank nach eigenen Angaben 119 Millionen Euro, um den Bau von Mietwohnungen für den sozialgebundenen Wohnraum - sprich mit Mitpreisbindung - zu fördern. Das ist eine Million weniger als 2015. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der geförderten Neubauten aber von 683 auf 1058. Die meisten dieser Wohnungen entstehen im Speckgürtel Hamburgs sowie in den kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins.

Sozialer Wohnungsbau stark zurückgegangen

Nach Angaben der Regierung gibt es landesweit etwa 47000 Sozialwohnungen, fast 30000 weniger als zur Jahrtausendwende. In Kiel hat sich die Zahl der Sozialwohnungen binnen zehn Jahren auf 6130 mehr als halbiert. Sozialer Wohnungsbau soll es Menschen mit geringem Einkommen ermöglichen, bezahlbare Wohnungen zu finden. 

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Vertreter der Wohnungswirtschaft warfen den Umlandgemeinden kürzlich vor, sich auf den Bau von Einfamilienhäusern zu konzentrieren (wir berichteten). „Wenn dort überall nur kleine Blankeneses entstehen, ist das für die Sozialstrukturen in Kiel ein Problem“, sagte Kämpfer.

Die Investitionsbank berät, fördert und finanziert Unternehmen, Privatpersonen und Kommunen. Träger und alleiniger Eigentümer der Bank ist das Land.

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Ein Artikel von
Robert Michalla
Wirtschaftsredaktion

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