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Mieten im Norden steigen ungebremst an

Wohnungsmarkt Mieten im Norden steigen ungebremst an

Die Mietpreisbremse zeigt eineinhalb Jahre nach ihrer Einführung auf dem Wohnungsmarkt in Schleswig-Holstein keine spürbare Wirkung. So sind die Wohnungsmieten in Kiel im vergangenen Jahr noch kräftiger gestiegen als 2015.

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„Wohnungen zu vermieten“ steht in großen Lettern an Balkonen eines Mietshauses.

Quelle: Tim Brakemeier

Kiel. Sowohl Mieterschützer als auch der Eigentümerverband Haus & Grund kritisieren die Mietpreisbremse als ungeeignetes Instrument, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu lindern. „Das ist ein zahnloser Tiger“, sagt Heidrun Clausen, Geschäftsführerin des Kieler Mietervereins, mit Blick auf fehlende Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten.

Nach Meinung von Alexander Blažek, Vorstandsvorsitzender von Haus & Grund Schleswig-Holstein, verschärft die Mietpreisbremse die Lage, weil der Anreiz für Neubau-Investitionen sinke, und ein Preisdeckel den Wettbewerb um Wohnungen anheize: „Einkommensschwächere Haushalte haben dann den Nachteil, weil sich die Mieter die Bewerber mit der besten Bonität aussuchen.“

Kiel ist neben Städten im Hamburger Speckgürtel und mehreren Insel-Orten eine von zwölf Kommunen in Schleswig-Holstein, in denen die Mietpreisbremse gilt. Dennoch kletterte dem Bericht zufolge der durchschnittliche Preis bei Neuvermietungen im vergangenen Jahr auf 7,37 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 2,4 Prozent zum Vorjahr. In besonders nachgefragten Lagen fiel der Anstieg wesentlich höher aus. Zum Vergleich: 2015 stiegen die Mieten in Kiel im Schnitt um 0,7 Prozent.

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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Wenn Gering- oder sogar Normalverdiener keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden, dann kann sich der Staat nicht länger heraushalten, dann muss der Staat handeln. Nur wie handelt er richtig?

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