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Neues Fährschiff fürs Wattenmeer

Wyker-Dampfschiffs-Reederei Neues Fährschiff fürs Wattenmeer

Der Fährverkehr zu den schleswig-holsteinischen Nordseeinseln Föhr und Amrum wird weiter erneuert. Die Wyker-Dampfschiffs-Reederei (WDR) gab am Montag den Auftrag zum Bau eines neuen Fährschiffes für diesen Dienst bekannt.

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Der Fährverkehr zu den schleswig-holsteinischen Nordseeinseln Föhr und Amrum wird weiter erneuert.

Quelle: Frank Behling

Wyk. Die Traditionsreederei hat den 75,8 Meter langen Neubau bei der zur Meyer-Werft gehörenden Neptun Werft  in Rostock bestellt. Die Werft hatte 2011 bereits die Fähre „Schleswig-Holstein“ für die WDR gebaut. Für die Neptun Werft ist der Neubauauftrag aus Wyk ein wichtiges Signal.  „2010 ist uns mit der Bestellung der 'Schleswig-Holstein' der Einstieg ins Fährschiffssegment gelungen. Jetzt kehrt unser damaliger Kunde zu uns zurück und bestellt einen Nachbau. Dies ist die beste Referenz, die wir uns wünschen können“, sagte Neptun-Geschäftsführer Manfred Müller-Fahrenholz. Die Erfahrungen beim Betrieb und die Beratung nach der Ablieferung  der „Schleswig-Holstein“ haben  dazu beigetragen, den Folgeauftrag auch nach Rostock zu holen. Neptun hofft, zukünftig weitere Neubauaufträge für Fähren im Küstenbereich zu akquirieren.  „Die WDR verfügt mit ihrem dritten Neubau über eine sehr junge Flotte. Anderen europäischen Inlandsreedereien steht dagegen in den kommenden Jahren die umweltgerechte Modernisierung ihrer Flotten noch bevor. Ich denke, dass Neptun mit dann zwei WDR.-Referenzen als Neubauwerft für dieses Spezialschiffssegment sehr attraktiv ist", so Müller-Fahrenholz.

Der Bau sichert die langfristige Auslastung am Standort Rostock. "Wir werden im Frühjahr 2017 mit dem Bau beginnen, wenn die für dieses Frühjahr bereits bestellten Flusskreuzfahrtschiffe abgeliefert sind. Mit dem neuen Auftrag der WDR ist die Neptun Werft nun bereits bis weit ins Jahr 2018 hinein ausgelastet", sagt Müller-Fahrenholz.  Das 75,8 Meter lange und 16,4 Meter breite Schiff soll eine Kapazität für 1200 Passagiere bekommen und erstmals vier Spuren für Lastwagen auf dem Autodeck haben. Für Fahrzeuge stehen dann 280 Spurmeter für Lastwagen und 250 Spurmeter für Pkw zur Verfügung. „Wir setzen mit unserem dritten Neubau einmal mehr Maßstäbe im Inselverkehr“, sagte Axel Meynköhn, Geschäftsführer der Reederei WDR. Die Nachfrage nach Lastwagenplatz ist stark gestiegen.  

Die neue Fähre soll außerdem noch umweltverträglicher als ihre Vorgänger werden. Bei der Planung entschied sich die Reederei deshalb wieder für das bewährte Konzept aus Dieselmotoren mit Voith-Schneider-Antrieben unter dem Schiff.  Bei der Suche nach einer Verbesserung der Umweltverträglichkeit ließ sich das Unternehmen wissenschaftlich unterstützen. "Im Ergebnis haben wir für unseren Neubau wiederum einen dieselmechanischen Antrieb gewählt, der mit umweltfreundlichem Marinegasöl aus schleswig-holsteinischer Produktion betrieben wird", beschrieb Axel Meynköhn, Geschäftsführer der Reederei.

Das neue Schiff soll die 1992 gebaute Fähre „Rungholt“ auf der Föhr-Amrum-Linie (FAL) der WDR ablösen.  Die Indienststellung des neuen Schiffes ist für Februar 2018 geplant, so dass die neue Fähre zur Osterreisezeit 2018 zur Verfügung steht. Zum Baupreis machten weder Werft noch Reederei eine Angabe.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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