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Viel Stoff zum Grübeln

Young Economic Summit Viel Stoff zum Grübeln

„YES!“ sagen wieder junge Leute aus 14 Schulen in Schleswig-Holstein, Hamburg und auch in Istanbul. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern machen sie sich beim „Young Economic Summit“ Gedanken über die globalen Herausforderungen der Zukunft und entwerfen Lösungsvorschläge.

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Die Teilnehmer des Young Economic Summit lassen ihre Köpfe für eine bessere Zukunft rauchen.

Quelle: mag: Martin Geist

Kiel. Die besten Arbeiten werden mit der Teilnahme am Global Economic Symposium (GES) im Oktober in Istanbul belohnt.

 Regie bei dieser Denkfabrik für den Nachwuchs führt wie immer die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kooperation mit der Joachim Herz Stiftung und dem Institut für Weltwirtschaft (IfW).Gemeinsam haben die Partner eine Liste mit 13 Themen zusammengestellt, für die sich die teilnehmenden Schulen innerhalb der nächsten sieben Tage entscheiden müssen. Fluch und Segen der Ökonomie des Teilens, Beschäftigungspolitik und das Internet der Dinge, eine Welt ohne Müll, die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen der EU und der Türkei, Herausforderungen durch Flucht und andere Formen der Migration: Die Liste der Themen ist vielfältig und hat aus Sicht von IfW-Direktor Prof. Dennis Snower doch eine Gemeinsamkeit: Es handele sich durchweg um globale Probleme – und das wenig zielführende Phänomen, dass die Welt beim Umgang damit „sehr national aufgestellt“ ist.

 Wenn Gebrauchsgegenstände aus dem 3D-Drucker kommen und das Internet der Dinge eines eher nahen Tages noch mehr Bahnbrechendes vollbringt, könnten nach einschlägigen Studien bis zu 40 Prozent der Jobs in der einfacheren Produktionsarbeit wegfallen. Darauf eine nationale Antwort zu finden, ist schlicht unmöglich, glaubt Snower, der daran erinnert, dass schon eine eher unscheinbare Erfindung wie das Smartphone „Veränderungen auf globaler Ebene“ bewirkt hat.

 Viel Stoff zum Grübeln also, doch die Jugendlichen werden damit nicht alleingelassen. Vorwiegend jüngere Wissenschaftler des IfW schwärmen in den nächsten Monaten persönlich (oder im Fall Istanbul via Skype) in die Schulen aus, um ratgebend zur Seite zu stehen. Eine Praktik, die sich nach Einschätzung des Ökonomen Prof. Rolf Langhammer bereits im vergangenen Jahr sehr gut bewährt hat.

 Immer wieder betont wurde beim gestrigen „YES!“-Auftakt in der Kieler Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, dass den Ergebnissen der jungen Denkfabrik keineswegs eine Karriere in der Schublade bevorstehe. „Sie werden ernstgenommen“, versicherte Prof. Snower, und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule Neumünster bekräftigen das: Heute sitzen sie im Landeshaus und präsentieren dem Kabinett von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ihre Ideen zur Langzeit-Integration von Flüchtlingen.

 Eingebunden ins „YES!“ ist diesmal ein Netzwerk von 25 Partnern in 25 Ländern. Mit der wichtigste Partner ist dabei die in der Bildungsförderung engagierte Joachim Herz Stiftung aus Hamburg. Sie kommt für einen erheblichen Teil der Kosten auf.

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