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Zahl der Arbeitslosen erneut gesunken

Bilanz Zahl der Arbeitslosen erneut gesunken

Die dynamische Lage auf dem Arbeitsmarkt stimmt die Arbeitsagentur weiter hoffnungsvoll. Unternehmen zeigten eine hohe Bereitschaft, Arbeitssuchende einzustellen. Und die saisonal übliche Frühjahrsbelebung steht erst noch aus.

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Die Agentur für Arbeit hat die Arbeitslosenzahlen für Schleswig-Holstein bekannt gegeben.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein steht gut da: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Februar erneut gesunken. Insgesamt waren 104 800 Menschen ohne festen Job. Das sind 1600 oder 1,5 Prozent weniger als im Februar 2015, wie die Regionaldirektion Nord der Agentur für Arbeit am Dienstag in Kiel mitteilte. Es sei die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Februar seit 1993. Auch im Vergleich zum Januar hat sich die Arbeitslosigkeit — wenn auch nur sehr leicht um 214 oder 0,2 Prozent — reduziert.

Die Arbeitslosenquote beträgt nun 6,9 Prozent. Im Februar 2015 lag sie bei 7,1 Prozent. Unter den Kreisen hatte Dithmarschen im Januar mit 8,4 Prozent die höchste Arbeitslosenquote und Stormarn mit 3,8 Prozent die niedrigste. Bei den kreisfreien Städten stand Kiel mit 10,5 Prozent am schlechtesten da und Flensburg mit 9,7 Prozent am besten.

Weiterer Rückgang

Die Arbeitslosenzahlen im Norden werden vermutlich weiter sinken. Indikatoren wie die allgemeine Konjunkturerwartung, das positive Konsumklima und die starke Personalnachfrage sprechen für eine kräftige Frühjahrsbelebung, wie die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann, sagte. Falls es nicht doch noch zu einem harten Wintereinbruch im März komme, erwartet sie in diesem Monat einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Vormonats- und Vorjahresvergleich.

Mehr freie Stellen

Auch der Anstieg der Arbeitskräftenachfrage ist ungebrochen. So wurden allein im Februar 7900 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 2000 mehr als im Vormonat Januar und 1300 oder 20,1 Prozent mehr als im Februar 2015. „Speziell im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie im Gast- und Baugewerbe bieten sich Einstiegschancen für Arbeitsuchende“, sagte Haupt-Koopmann. Im deutlichen Anstieg offener Stellen sehe sie Vorboten einer deutlichen Frühjahrsbelebung.

Einen deutlichen Zugang gegenüber dem Februar 2015 verzeichnet indes die Ausländerarbeitslosigkeit. Insgesamt sind im Februar 15 600 Ausländer arbeitslos gemeldet, 2300 mehr als im Vorjahresmonat. Die Ausländerarbeitslosenquote beträgt derzeit 21,6 Prozent. 70 Prozent des Anstiegs lasse sich auf die gestiegenen Flüchtlingszahlen zurückführen, sagte Haupt-Koopmann.

Offenheit für Asylsuchende

„Die Aufnahme von Flüchtlingen mit gesicherter Bleiberechtsperspektive ist eine wesentliche Herausforderung des Arbeitsmarktes“, sagte Arbeitsminister Reinhard Meyer (SPD). Haupt-Koopmann ergänzte, „wir brauchen einen langen Atem“. Sie sei aber zuversichtlich, dass es in Zusammenarbeit mit den Unternehmen gelingen werde, Asylsuchende in Ausbildung und Arbeit zu bringen. „Es gibt da ganz viel Offenheit bei den Unternehmen.“

Meyer und Haupt-Koopmann wiesen zudem darauf hin, dass die hohe Zahl der Flüchtlinge gegenwärtig auch zu einer hohen Nachfrage von Arbeitskräften führt, die für die Betreuung der Flüchtlinge erforderlich sind. „Dies betrifft insbesondere die Sicherheitsbranche, soziale und beratende Berufe sowie den Wohnungsbau und die Cateringbranche“, sagte Meyer.

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