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KN-Relaunch: Alles verändert sich, wir uns auch! Zwei Fotos und eine Geschichte

KN-Relaunch: Fotowettbewerb Zwei Fotos und eine Geschichte

Die Aufgabe hatte es in sich: Wie stellt man positive Veränderung in einem Foto dar? Wie lässt sich auf einen Blick zeigen, dass es nun losgeht mit den neuen Kieler Nachrichten? Das Team der Agentur New Communication und der Fotograf Uwe Reicherter haben die Herausforderungen angenommen. Das Ergebnis können die Leser an vielen Orten entdecken – und sich davon inspirieren lassen.

Damals und heute: Das Kinderfoto von Georg Fritzsch ist auf dem richtigen Platz montiert.

Quelle: Uwe Reicherter

Kiel. Stina Klingbiel (29) erinnert sich noch daran, wie das Team von New Communication zusammensaß und nach einer kreativen Lösung für die Marketing-Kampagne suchte. „Das Grundproblem ist, dass Veränderung oft negative Gefühle wie Verunsicherung auslöst. Man denkt an Umstellung und den Verlust von Altbekanntem“, erklärt die PR-Fachfrau. Das Team wollte aber genau das Gegenteil zeigen – die positive Entwicklung eines liebgewonnenen Begleiters. Aber wie macht man das auf einen Blick erkennbar? Plötzlich hatte der Grafiker des Teams die Idee: Warum zeigen wir nicht ein Foto aus Kindertagen und ein aktuelles Bild? So könnte die Botschaft der Kieler Nachrichten auf einen Blick sichtbar werden: Seht her, der Charakter ist derselbe geblieben, aber die Persönlichkeit und das Äußere haben sich weiterentwickelt. Und: Veränderung ist allgegenwärtiger Prozess.

Fehlten nur noch die Hauptdarsteller. Professionelle Models kamen für das Marketing-Team der KN nicht in Frage: Sie hätten nicht zu einer Zeitung gepasst, die über und für Schleswig-Holstein berichtet. Deshalb wurden bekannte Gesichter aus der Region gesucht. Schnell wurde man fündig. Bei der Schauspielerin Maxine Kazis vom Theater Kiel, für viele die „Julia“. Beim Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif von Geomar. Beim Kieler Generalmusikdirektor Georg Fritzsch. Beim Geschäftsführer von Holstein Kiel, Wolfgang Schwenke. Beim THW-Handballer Rune Dahmke.

Und natürlich mussten auch die beiden KN-Chefredakteure Klaus Kramer und Christian Longardt und der Verlagshausleiter der SZ, Thorsten Dücker, in ihren alten Fotoalben auf die Suche gehen. Doch wie lässt sich das Vorgestern und das Heute interessant in Szene setzen? So dass man beim Anblick stoppt und sich fragt: Ach, so sah der mal aus? Der hat sich aber gemacht. Nun war Uwe Reicherter gefragt. Der Kieler Fotograf suchte nach einer erkennbaren Bildsprache, die alle Fotos verband. „Die Herausforderung war, dass die Fotografien in unterschiedlichen Formaten gleich gut funktionieren mussten, und das kleine Kinderfoto musste immer technisch brillant wirken – auf der Plakatwand wie im Kleinformat“, sagt der 49-Jährige, der unter anderem für Roland Emmerich als Standfotograf gearbeitet hat – also Szenen aus Filmen nachgestellt und mit der Kamera eingefroren hat, um daraus Filmplakate zu produzieren.

Wie immer sei auch bei dem aktuellen Auftrag die Vorbereitung am wichtigsten gewesen, betont er: „Den Auslöser zu drücken, ist der geringste Aufwand.“ Denn Reicherter wollte eine Verbindung schaffen zwischen der Szene aus der Kindheit und dem aktuellen Auftritt. Natürlich musste Chefredakteur Klaus Kramer nicht, wie auf dem Foto, erneut eine rote Pudelmütze aufsetzen. Aber die Farbe Rot sollte die Verbindung sein ins Hier und Jetzt. Und Rune Dahmke vom THW sollte bitte in blaugelbem Freizeitdress erscheinen, weil das an die Strandszene aus der Kindheit andockte.

In der Wunschkleidung wurden sie schließlich im Reicherters Studio neben einer weißen Fläche fotografiert, in die das Kinderfoto und das Hintergrundmotiv nachträglich eingesetzt wurden. Das Ergebnis ist nun an vielen Stellen zu sehen: An Bushaltestellen und in den Bussen in Kiel, aber auch als großflächige Plakate und natürlich in Anzeigen und Produkten, etwa im THW-Hallenheft.

Das Schwierigste bei dem Fotoshooting? „Jeder, der kein Profimodell ist, hat in solch einer Situation erst einmal eine Barriere. Die muss ich aber in kurzer Zeit aufbrechen, damit das Foto glaubwürdig und dennoch spontan wirkt“, erklärt Reicherter, „das ist übrigens ein Vorteil, den die Leser haben, wenn sie sich im privaten Kreis mit ihrem Kinderbild fotografieren lassen: Sie kennen sich, da gibt es diese Barriere nicht.“ Was der Profi sonst für einen Tipp für Amateurfotografen hat? „Nicht nachdenken! Unbefangen herangehen und Spaß haben beim Fotografieren – das werden die besten Aufnahmen!“

Machen Sie mit bei unserer Leseraktion

Liebe Leserinnen und Leser, wie haben Sie als Kind ausgesehen – und wie haben Sie sich bis heute verändert? Machen Sie mit bei unserem Fotowettbewerb „Damals und heute“: Gesucht wird das schönste Bild, das ein Kinderfoto von einst und ein Foto von heute vereint.

Sie können sich dabei von der Arbeit unseres Kampagnen-Fotografen Uwe Reicherter inspirieren lassen, Sie müssen es aber nicht. Denn grundsätzlich ist Ihrer Fantasie keine Grenze gesetzt. Hauptsache, Sie bringen Ihr Kinderbild und Ihr heutiges Aussehen gemeinsam auf ein Foto. Wenn Sie dabei ein PC-Programm benutzen wollen, ist auch das in Ordnung. Was zählt, ist die originelle Idee, die witzige Kombination, mit der sie die Jury überzeugen.

Laden Sie Ihr Foto – und bitte pro Leser nur eins – auf KN-online hoch. Einsendeschluss ist Sonntag, 14. Juni. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Als ersten Preis gibt es ein iPad Air 2, von Platz zwei bis fünf jeweils ein professionelles Fotoshooting, Platz sechs bis 50 werden mit je einem iTunes-Gutschein belohnt.

Wir wünschen viel Spaß beim Mitmachen! Bilder hochladen: www.kn-online.de/damalsundheute

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