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Fregatte kollidiert mit Mole

Deutsche Marine Fregatte kollidiert mit Mole

Die deutsche Marine muss ihre Fregatte "Brandenburg" in eine griechische Marinewerft schicken. Dort sollen Schäden untersucht werden, die das Schiff am Ostermontag erlitt, als es im Hafen von Piräus mit der Hafenmole kollidierte. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr bestätigte den Vorfall.

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Die Fregatte "BRANDENBURG" musste mit Schlepperhilfe in eine griechische Marinewerft bei Salamis gebracht werden. Das Schiff hatte am Ostermontag eine Grundberührung in Piäus. Das Archiv-Foto zeigt das Schiff 2016 im Marinestützpunkt Kiel.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die deutsche Fregatte „Brandenburg“ kann ihren  Einsatz als Flaggschiff des Nato-Einsatzverbandes 2 in der Ägäis zwischen Griechenland und der Türkei nicht mehr ausführen.  Das 139 Meter lange Schiff ist am Ostermontag beim Ablegen im Hafen von Piräus mit einer Hafenmole zusammengestoßen und hat dabei erhebliche Schäden erlitten. Nach ersten Meldungen aus dem griechischen Hafen ist hat die Fregatte ein Unterwasserhindernis  an der  Hafeneinfahrt gerammt. Dabei sollen die beiden Propeller und das Ruder Schäden davongetragen haben. Offiziell wurde der Vorfall vom Einsatzführungskommando der Bundeswehr noch nicht bestätigt. Es wurde aber für den Nachmittag eine Presseinformation angekündigt.

Die „Brandenburg“ sollte am Ostermontag um 10 Uhr Piräus mit Kurs auf das Einsatzgebiet im Rahmen des Flüchtlingseinsatzes in der  Ägäis verlassen.  Stattdessen steuerte die Fregatte nach der Grundberührung mit langsamer Fahrt zunächst einen Ankerplatz südlich der Hafenzufahrt von Piräus  an, wo der Schaden mit Bordmitteln untersucht wurde. In einer Bucht untersuchten bordeigene Taucher der Fregatte dann das Unterwasserschiff.  Dabei wurden  Beschädigungen an dem Ruderblatt und einer der beiden Schiffsschraube festgestellt, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos mitteilt. Bis zu einer weiteren Begutachtung ist offen, wie sich Schadensumfang und Reparaturbedarf darstellen.

Die griechische Marine stellte sofort einen Liegeplatz bei der Marinewerft in Salamis nahe Piräus bereit. Dort befinden sich auch Schwimmdocks. Aus Sicherheitsgründen wurde die Fregatte am Dienstagmittag durch den griechischen Schlepper „Christos XVII“ zur Werft nach Salamis begleitet.

Die Schäden sollen in den kommenden Tagen Experten des Marinearsenals in Griechenland untersuchen. Der Nato-Einsatzverband 2 muss durch diese Havarie zunächst ohne das deutsche Flaggschiff auskommen. Geführt wird der Nato-Verband zur Überwachung von Flüchtlingsbewegungen in der Ägäis seit Dezember von dem deutschen Flottillenadmiral Axel Deertz. Die „Brandburg“ ist erst seit wenigen Tagen sein Flaggschiff, nachdem das bisherige Flaggschiff „Sachsen“ planmäßig Anfang April die Heimreise nach Deutschland angetreten hatte. Die „Brandenburg“ soll bis Ende August in der Ägäis bleiben.     

Es ist bereits die zweite Havarie dieser Art innerhalb weniger Wochen für die Marine. Am 16. März war der Einsatzgruppenversorger „Frankfurt am Main“ beim Einlaufen in die Seeschleuse in Wilhelmshaven so unglücklich mit der Schleusenmauer kollidiert, dass das Schiff nicht mehr an einem Nato-Manöver in Schottland teilnehmen konnte.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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