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Kriminalist vermutet hinter Missbrauch „sadistische Fantasie“

Missbrauch im Darknet Kriminalist vermutet hinter Missbrauch „sadistische Fantasie“

Erhoffte sich der mutmaßliche Kinderschänder von der Verbreitung seiner Bilder im Darknet weitere Kontakte in die Szene? Das jedenfalls vermutet der Bremer Kriminalist Axel Petermann im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

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Das Kinderpornonetz tauscht sich im Darknet aus.

Quelle: dpa

Hannover. Der am Montagabend gefasste mutmaßliche Kinderschänder hat vermutlich eine bizarre sadistische Fantasie. Das schließt der Bremer Profiler Axel Petermann aus der Tatsache, dass der Mann Bilder seiner Taten im Darknet veröffentlichte. „Der Täter steht offenbar unter großem Stress und ist sozial isoliert, trotz seiner familiären Bindung“, sagte der frühere Leiter der Bremer Polizeidienststelle Operative Fallanalyse dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Mittwoch). „Es ist ihm wahrscheinlich darum gegangen, bewusst das Kind, dessen Schmerz und Ausgeliefertsein abzubilden“, sagte Petermann weiter. Von der Verbreitung der Bilder habe sich der Verdächtige möglicherweise weitere Kontakte in die Szene erhofft. Wahrscheinlich habe er nicht damit gerechnet, dass die Ermittler den ungewöhnlichen Schritt gehen würden, die Bilder des vierjährigen Opfers zu veröffentlichen.

Am Montagabend hatte das Bundeskriminalamt sich im Zuge der Fahndung nach dem mutmaßlichen Kinderschänder dazu entschlossen, Missbrauchsfotos zu veröffentlichen. Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung und zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung wurde ein 24-jähriger Niedersachse im Landkreis Wesermarsch unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Auch das Mädchen konnte identifiziert werden. Am Dienstagvormittag wurde bekannt, dass der mutmaßliche Täter aus dem familiären Umfeld des Kindes stammen soll.

Von Michael Zimmermann/RND

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