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Entwicklungshelfer in Kabul ausgeflogen

Nach Bombenanschlag Entwicklungshelfer in Kabul ausgeflogen

Die staatliche deutsche Organisation für Entwicklungshilfe, GIZ, hat nach dem Bombenanschlag in Kabul vom Mittwoch nahezu ihr gesamtes deutsches und internationales Personal aus Afghanistan ausgeflogen.

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Bei dem verheerenden Bombenanschlag in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt sind mindestens 80 Menschen getötet worden.

Quelle: Massoud Hossaini/dpa

Kiel. Zurückgeblieben seien weniger als zehn Mitarbeiter, darunter die Landesdirektion und Sicherheitsberater. Nach eigenen Angaben beschäftigt die GIZ in Afghanistan rund 100 deutsche und internationale Fachkräfte sowie rund 1400 Afghanen. Bei der Explosion der mächtigen Bombe mitten im Diplomatenviertel waren mindestens 90 Menschen getötet und 460 verletzt worden. Ein Haus der deutschen Botschaft wurde schwer beschädigt.

Mitarbeiter sind schon vor dem Anschlag umgezogen

Den Angaben zufolge seien alle Mitarbeiter in Kabul schon zwei Tage vor diesem Anschlag aus den sechs Büro- und Wohnkomplexen heraus geholt worden, weil es „konkrete Drohungen“ gegeben habe. Sie seien in ein stark gesichertes Hotel gezogen. Von dort seien sie am Donnerstag zum Flughafen gebracht worden. Die GIZ-Pressestelle bestätigte, dass Mitarbeiter nach Dubai geflogen worden seien.

GIZ hilft mit Jahresbudget von 120 Millionen Euro

Die GIZ plant angesichts der sich verschärfenden Sicherheitslage schon länger, die Büros im Zentrum von Kabul aufzugeben und im Sommer in ein schwer gesichertes Lager am Stadtrand zu ziehen. Das Afghanistan-Portfolio der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit ist ihr weltweit größtes. Sie hilft in einem der ärmsten und konfliktreichsten Länder der Welt mit einem Jahresbudget von etwa 120 Millionen Euro in Kabul und sechs nördlichen Provinzen etwa bei Wasserversorgung und Bildung.

Von KN-online

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