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Säge in Bucht bei Kopenhagen gefunden

Kriminalfall Wall Säge in Bucht bei Kopenhagen gefunden

Neues makabres Detail im Fall Kim Wall: Taucher haben in der Köge-Bucht, in der auch Leichenteile der schwedischen Journalistin geborgen worden waren, eine Säge entdeckt. Das Werkzeug sei nahe der Route des U-Boots von Peter Madsen gefunden worden, so Chefermittler Jens Møller Jensen.

Peter Madsens U-Boot „Nautilus“ beim Auslaufen am 10.08.2017 in Kopenhagen.

Quelle: dpa

Kopenhagen. Die Säge werde nun von Kriminaltechnikern untersucht. Dem in Dänemark überaus populären Erfinder Madsen wird vorgeworfen, die Journalistin Wall an Bord seines selbstgebauten U-Bootes ermordet und dann über Bord geworfen zu haben. Teile ihrer Leiche wurden später in der Bucht gefunden, Kopf und Beine waren abgesägt worden. Deshalb ermittelt die dänische Polizei nicht nur wegen Mordes, sondern auch wegen Störung der Totenruhe.

Madsen stellte Walls Tod als Unfall dar – ihr sei ein schweres U-Boot-Luk auf den Kopf gefallen. Zersägt habe er sie nicht. An dem später gefundenen Schädel entdeckte die Polizei jedoch keine Spuren eines Schlages. Die Todesursache der Frau steht noch nicht fest. Nach den Funden der vergangenen Tage verweigert Madsen, der in Untersuchungshaft sitzt, das Gespräch mit der Polizei.

Unterdessen hat Kim Walls Familie, die eine Stiftung in Erinnerung an ihre Tochter ins leben gerufen hat, auf der Facebook-Seite des „Kim Wall Memorial Fund“ ein Erinnerungsvideo an die Journalistin veröffentlicht.

Von RND/dpa