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Zahl der Erdbebenopfer steigt auf 247

Italien Zahl der Erdbebenopfer steigt auf 247

Die Helfer graben auch in der Nacht. Doch für viele Opfer kommt die Hilfe zu spät. Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben in Italien steigt und steigt. Die Hoffnung auf Überlebende sinkt mit jeder Stunde.

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Er kann nicht mehr: Ein erschöpfter Helfer in der Nacht zu Donnerstag bei Aufräumarbeiten in Amatrice (Provinz Rieti).

Quelle: Maurizio Gambarini/dpa

Rom. Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben in Italien steigt und steigt. Der Zivilschutz geht in einer vorläufigen Bilanz mittlerweile von 247 Toten aus. Die Zahl wird aber vermutlich weiter steigen, sagte der Chef der Behörde, Fabrizio Curcio, am Donnerstagmorgen. Mehr als 260 Menschen wurden verletzt. Die Retter suchten auch in der Nacht weiter nach Überlebenden in den zerstörten Gemeinden in Mittelitalien.

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Das Beben war bis nach Rom zu spüren. Foto: Usgs

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Seit dem schwersten Erdstoß einer Stärke von mehr als 6 in der Nacht zu Mittwoch verzeichneten die Behörden allerdings 460 weitere Beben, was die Rettung erschwerte. Die Helfer suchten die ganze Nacht mit Taschenlampen und Spürhunden nach Opfern.

Hoffnungen wurden schnell enttäuscht

Das Beben ist damit inzwischen nahezu so verheerend wie das von L'Aquila im April 2009. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben. Die Hoffnung war, das neue Beben werde nicht das gleiche Ausmaß annehmen. Jedoch hatte schon Regierungschef Matteo Renzi bei einem Besuch in den zerstörten Dörfern angedeutet, dass es mehr Tote geben werde. Rufe nach besseren Vorsorgemaßnahmen wurden laut, Italien müsse erdbebensicher werden, sagte zum Beispiel der frühere Regierungschef Romano Prodi.

Das Erdbeben hatte ganze Dörfer der Regionen Latium und in den Marken dem Erdboden gleichgemacht. Die meisten Toten sind in den kleinen Gemeinden Amatrice, Accumoli und Pescara del Tronto zu beklagen. „In Amatrice sind wir bereits bei 200 Toten“, sagte der Bürgermeister der kleinen Stadt. In der Nacht seien weitere Leichen aus den Trümmern geborgen worden.

Notstand soll ausgerufen werden

Wie viele Menschen noch verschüttet oder vermisst sind, ist unklar. „Es ist unmöglich eine Zahl der Vermissten zu nennen“, sagte Zivilschutzchef Curcio. Viele seien auf der Durchreise oder im Urlaub in den betroffenen Orten gewesen. Sie liegen zwischen den Regionen Latium, Umbrien, den Marken und den Abruzzen. Vor allem viele Italiener machen dort Urlaub.

Tausende sind obdachlos, nachdem ihre Häuser eingestürzt sind. In Notunterkünften wie Zelten verbrachten viele die Nacht. Jedoch hätten viele das Angebot, dort unterzukommen nicht angenommen, so der Zivilschutz. Manche hätten in Autos übernachtet. Medien berichteten auch von einigen Fällen von Plünderung. In Pescara del Tronto hätte die Polizei ihre Kontrollen verstärkt.

Am Donnerstag war ein Treffen des Ministerrats in Rom geplant, um das weitere Vorgehen zu beraten. In der Region soll der Notstand ausgerufen werden. Viele alte und historische Bauten waren wie Kartenhäuser eingestürzt. Das Kulturministerium wollte zu einer Krisensitzung zusammenkommen, um eventuelle Schäden an Kulturgütern zu kontrollieren.

Italien ist hoch erdbebengefährdet, weil unter dem Apennin-Gebirgszug die afrikanische und die eurasische Platte aufeinanderstoßen. Immer wieder gibt es schwere Erdbeben mit vielen Toten.

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Erdbeben
Pescara del Tronto wurde am heftigsten getroffen.

Trümmerhaufen, zerstörte Häuser, 120 Tote und über 350 Verletzte. Sieben Jahre nach dem Erdbeben von L'Aquila hat ein neues schweres Beben die Region in Mittelitalien getroffen. Unter den Opfern sind viele Kinder.

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