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Was Türkei-Urlauber jetzt wissen müssen

Anschlag in Istanbul Was Türkei-Urlauber jetzt wissen müssen

Der Anschlag auf den Atatürk-Flughafen hat die Türkei erschüttert. Nach neuen Angaben der Regierung sind 41 Menschen getötet worden, 239 Menschen wurden verletzt. Wie reagieren die Reiseveranstalter und Reedereien? Und welche Rechte haben jetzt Urlauber jetzt, die eine Reise in die Türkei geplant haben?

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Fragen und Antworten im Überblick: Was Türkei-Urlauber nach dem Anschlag auf dem Flughafen in Istanbul wissen müssen.

Quelle: Ozan Kose/afp

Der Anschlag am Atatürk-Flughafen in Istanbul dürfte viele Urlauber verunsichern, die im Sommer in die Türkei reisen wollten oder bereits dort sind. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Wie sollten sich Urlauber in der Türkei derzeit verhalten?

Das Auswärtige Amt rät allgemein in Istanbul, Ankara und anderen Großstädten der Türkei zu erhöhter Vorsicht - insbesondere auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen. Landesweit sei weiter mit terroristischen Anschlägen zu rechnen. Reiserechtler Paul Degott rät Pauschalurlaubern, mit ihrem Veranstalter Kontakt aufzunehmen und zu erfragen, wie er die Situation vor Ort einschätzt.

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Wer nun eine gebuchte Türkeireise etwa nach Bodrum oder Antalya lieber stornieren oder umbuchen will, ist dabei auf die Kulanz des Veranstalters angewiesen, solange es keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gibt. Die Angst vor dem Terror allein reiche nicht aus, um den Vertrag kostenlos zu kündigen, erklärt Degott.

Und wie ist es mit gebuchten Städtetrips nach Istanbul?

Auch hierbei sind die Hinweise des Auswärtigen Amts maßgeblich - es rät lediglich dringend ab von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, nicht aber von Reisen nach Istanbul. Urlauber bleiben laut Degott also auf den Stornokosten sitzen, wenn sich der Veranstalter nicht kulant zeigt.

Wie reagieren die Veranstalter?

Die großen Veranstalter bieten ihren Gästen für Reisen nach Istanbul nach dem Anschlag auf den Flughafen kostenlose Stornierungen an. So können Urlauber beim größten deutschen Veranstalter Tui ihre gebuchte Istanbul-Reise bis einschließlich 31. Juli kostenlos umbuchen oder stornieren. Das Ausflugsprogramm nach Istanbul wurde bis zum 31. Juli abgesagt. Für alle anderen Ziele in der Türkei gelten die regulären Reisebedingungen, so Tui. Zum Zeitpunkt des Anschlags waren elf deutsche Urlauber mit dem Veranstalter in Istanbul.

Auch DER Touristik bietet für Reisen und Ausflüge nach Istanbul bis zum 31. Juli kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an. „Für alle anderen Türkei-Reisen greifen unsere AGBs“, erklärte Rolf-Dieter Maltzahn, Geschäftsführer DER Touristik Köln. Noch in der Nacht seien alle DER-Touristik-Gäste mit Weiterflug oder Stop-over am Flughafen Atatürk erreicht worden.

Gäste von Veranstalter Thomas Cook können gebuchte Reisen nach Istanbul in dieser und der kommenden Woche kostenlos umbuchen oder stornieren. Wie der Veranstalter mitteilte, seien keine Gäste von Thomas Cook von dem Anschlag auf den Flughafen in Istanbul betroffen.

Kreuzfahrtschiffe meiden Istanbul: Die meisten großen Kreuzfahrtreedereien meiden Istanbul und die Türkei bereits seit längerer Zeit. So haben zum Beispiel Aida Cruises und Costa Anläufe in der Türkei aus dem Programm genommen. Auch MSC und Norwegian Cruise Line inklusive der Tochtergesellschaften Oceania Cruises und Regent Seven Seas Cruises laufen keine türkischen Häfen mehr an. Tui Cruises hat ohnehin erst wieder für den 2. Oktober einen Anlauf in Istanbul geplant („Mein Schiff 3“). Was mit diesem passiert, ist laut einer Sprecherin noch unklar. Die „Mein Schiff 2“ läuft derzeit alle zwei Wochen Bodrum an. Zum jetzigen Zeitpunkt sollen diese Reisen wie geplant stattfinden. Man beobachte jedoch die Situation genau und werde gegebenenfalls reagieren.

Hunderte Flüge nach Istanbul gestrichen: Der Luftverkehr am Atatürk-Flughafen ist am Mittwochmorgen wieder aufgenommen worden. Erste Flüge von Turkish Airlines landeten am frühen Morgen. Der Sender CNN Türk berichtete, Reisende könnten inzwischen auch wieder ins Terminal. Der Angriff sorgt allerdings für ein massives Chaos im Flugverkehr. Allein Turkish Airlines strich für Mittwoch mehr als 340 Flüge. Die Airline bot allen Reisenden mit Buchungen von oder nach Atatürk Airport an, die Flüge kostenlos umzubuchen oder zu stornieren.

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