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Party, Politik und ein Liebes-Comeback

Bambi in Berlin Party, Politik und ein Liebes-Comeback

Eine Bambi-Gala mit ernsten Tönen — und einer neu erwachten Liebe. In Berlin feiern 800 Prominente bei einem der größten gesellschaftlichen Ereignisse der Republik.

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Sind wieder ein Paar: Mandy Capristo und Mesut Özil zeigten sich gemeinsam bei der Bambi-Verleihung in Berlin.

Quelle: Odd Andersen/afp

Berlin. Ein wiedervereintes Liebespaar, Knatsch auf der Bühne und mahnende Worte des Finanzministers: Bei der Bambi-Verleihung in Berlin haben sich Glamour und ernste Momente abgewechselt wie selten zuvor.

Gesprächsstoff Nummer Eins bei der Gala am Donnerstagabend war die wiedererwachte Liebe von Fußballer Mesut Özil (27) und Sängerin Mandy Capristo (25). Die Schauspieler Til Schweiger und Dieter Hallervorden („Honig im Kopf“) hatten als Ehren-Bambi-Preisträger einen denkwürdigen Auftritt. Und der mit dem Millennium-Bambi geehrte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nutzte seine Rede für eine Mahnung.

Noch bevor es im Stage Theater am Potsdamer Platz losging, hatte sich Nationalspieler Özil auf dem roten Teppich erstmals wieder Hand in Hand mit dem Popstar Capristo gezeigt. Ein gemeinsames Selfie veröffentlichte er im sozialen Netzwerk Instagram zusammen mit der Botschaft „Just the two of us… #happy #selfie #ozistoisback #bambi2015“.


Vor 800 geladenen Gästen traten dann eine ganze Reihe gerührter Neu-Bambi-Besitzer wie Oscar-Preisträgerin Hilary Swank (41) auf die Bühne. Schauspieler Hallervorden (80), der gemeinsam mit Regisseur Schweiger für das Alzheimer-Drama „Honig im Kopf“ ausgezeichnet wurde, dankte Kanzlerin Angela Merkel für ihre Flüchtlingspolitik: „Die Willkommensgeste, die Frau Merkel in der Flüchtlingsfrage in die Welt gesetzt hat, ist beispielhaft und erfüllt mich mit Stolz auf unser Land.“

„Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel zeichnete die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Deutschland symbolisch mit einem Bambi aus. All diese Menschen seien die stillen Helden unserer Gesellschaft. „Jeder von ihnen hätte einen Bambi verdient“, so Riekel.

Angespannte Preisträger

Die beiden Geehrten Hallervorden und Schweiger wirkten sichtlich angespannt. Hallervorden bedankte sich explizit als erstes bei Schweiger. In seiner Dankesrede erwähnte Schweiger seinen Hauptdarsteller dann aber mit keiner Silbe.

Tobias Moretti (56) wurde für seine Rolle in dem ZDF-Drama „Das Zeugenhaus“ mit einem Bambi als bester Schauspieler ausgezeichnet. Als beste Schauspielerin wurde Henriette Confurius ZDF-Mehrteiler „Tannbach — Schicksal eines Dorfes“) geehrt, die ganz unglamourös in Jeans auf der Bühne erschien.

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Ausdrucksstarke Augenbrauen: Die britische Sängerin Rita Ora bei der 67. Bambi-Verleihung.

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Der mit dem Millennium-Bambi geehrte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nutzte seine Rede für eine Mahnung. Er sprach seinen Laudator, den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, direkt an. Der Sport müsse erhalten bleiben in seiner Liebenswürdigkeit. Man dürfe ihn nicht kaputtmachen durch Übermaß. Das sei auch das Problem beim Zusammenbruch der Finanzmärkte. „Immer ist am Ende das Übermaß schuld, dass es auch sich zerstören kann.“

67. Bambi-Verleihung: Die Gewinner

Der Medienpreis Bambi ist am Donnerstagabend in Berlin in 15 Kategorien verliehen worden.

  • Schauspielerin International: Hilary Swank
  • Musik International: Rita Ora
  • Musik National: Xavier Naidoo, Andreas Bourani, Christina Stürmer, Yvonne Catterfeld, Hartmut Engler, Daniel Wirtz, Sebastian Krumbiegel und Tobias Künzel für die Vox-Musikshow „Sing meinen Song — Das Tauschkonzert“
  • Millennium: Wolfgang Schäuble für seine politischen Verdienste um die deutsche Einigung und europäische Politik
  • Lebenswerk: Wolfgang Rademann
  • Ehrenpreis: „Honig im Kopf“-Team Til Schweiger und Dieter Hallervorden
  • Comedy: Otto Waalkes
  • Fashion: Heidi Klum
  • Sport: Jan Frodeno
  • Schauspielerin National: Henriette Confurius („Tannbach — Schicksal eines Dorfes“)
  • Schauspieler National: Tobias Moretti („Das Zeugenhaus“)
  • Film National: „Who am I — Kein System ist sicher“ von Baran bo Odar
  • Integration: Berliner Jugendprojekt „Kick im Boxring“
  • Unsere Erde: Rea Garvey für das Clear-Water-Project
  • Publikums-Bambi Beste Unterhaltungsshow des Jahres: „Grill den Henssler“ (Vox)
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