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Beifall für niedrigere Radfahrer-Promillegrenze

Verkehr Beifall für niedrigere Radfahrer-Promillegrenze

Verkehrsexperten von SPD und Grünen unterstützen die Forderung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) nach einer zusätzlichen Promille-Grenze für Radfahrer.

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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich für eine niedrigere Promillegrenze bei Radfahrern ein.

Quelle: Tobias Hase

Berlin. "Wir sollten den Vorschlag des ADFC für eine neue Promillegrenze ernsthaft diskutieren", sagte Sören Bartol, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, der "Welt" (Freitag).

Bislang werden Werte ab 1,6 Promille strafrechtlich belangt - daran soll sich auch nach dem Vorschlag des ADFC nichts ändern. Der Club regte aber an, dass bereits ab einem Grenzwert von 1,1 Promille - analog zur 0,5 Promillegrenze bei Autofahrern - Bußgelder verhängt werden sollten.

Bartol sagte, Ziel müsse eine Verbesserung der Verkehrssicherheit im Fahrradverkehr sein: "Generell sollte gelten: Wer trinkt, sollte nicht aufs Fahrrad steigen. Eine neue Promillegrenze kann ein Signal sein, dass Fahrradfahren mit Alkohol kein Kavaliersdelikt ist." Auch Grünen-Verkehrsexperte Anton Hofreiter zeigte sich offen für eine Debatte über einen neuen Grenzwert. "Bei stark steigendem Radverkehr ist es sicher sinnvoll, über Promille-Grenzen für Radfahrer nachzudenken." Jedoch betonte er, Unfallursache Nummer eins im Straßenverkehr sei immer noch zu hohes Tempo bei Autofahrern.

Laut amtlicher Verkehrsunfallstatistik ist die Zahl der unter Alkoholeinfluss verunglückten Radfahrer seit 2005 gesunken. 2010 waren es 3489 Unfallopfer. Allerdings ging auch insgesamt die Zahl der Alkoholunfälle im Verkehr zurück, so dass der relative Anteil der Radler gestiegen ist. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sieht bisher keinen Anlass, an der 1,6-Promille-Grenze zu rütteln oder eine abgestufte Promillegrenze wie bei Autofahrern einzuführen. Die Deutsche Verkehrswacht hatte jüngst 1,1 Promille als strafrechtliche Grenze gefordert.

dpa

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