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Bewährte Spannungsmixtur

Kölner „Tatort“ Bewährte Spannungsmixtur

Ein Mord, eine Ermittlung, eine Auflösung – ohne viel Firlefanz. Der neue Kölner „Tatort“ setzt auf Altbewährtes. Für Fans, die der Kommissar-Wechsel und der Experimente müde sind, dürfte die Folge am Sonntag eine Wohltat sein.

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Trauliche Runde beim Wein: Ex-Knacki Ralf Trimborn (Armin Rohde, l.) bekommt zum Abendessen unerwarteten Besuch von Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär).

Quelle: Stratmann/WDR

Köln. Laura ruft ihren Freund an – und hört dessen Handy klingeln. Als sie sich auf der dunklen Straße umschaut, sieht sie seine Leiche dort liegen. Mit dieser gespenstischen Szene beginnt der Kölner „Tatort“, den die ARD am Sonntag zur gewohnten Sendezeit um 20.15 Uhr zeigt. In „Dicker als Wasser“ müssen die altgedienten Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) den Mord an dem jungen Kneipenbesitzer Oliver aufklären.

 War es eine Eifersuchtstat? Schon bald gerät Lauras (Alice Dwyer) Ex-Freund Erik (Ludwig Trepte) unter Verdacht. Denn Oliver hatte ihm einst Laura ausgespannt. Und welche Rolle spielt Eriks Vater Ralf Trimborn (Armin Rohde), ein Ex-Knacki, der hemmungslos Leute einschüchtert und zu Hause als Tyrann auftritt? Für seine krummen Touren braucht er seinen Sohn als Komplizen – und haut ihm auch mal eine rein, damit der spurt. Dann stellt sich heraus, dass auch Ralf Trimborn und der Vater des Opfers noch eine alte Rechnung offen haben.

 Freddy benimmt sich unterdessen merkwürdig. Nachdem er zwei junge Kleinkriminelle ertappt hat, die den Spieß dann umdrehen, scheint er etwas aus der Spur geraten zu sein. Gleich mehrfach muss Max ihn anraunzen: „Sag mal, was ist eigentlich los mit dir?“ Eine Antwort darauf erhält er bis zum Schluss nicht. Auch mit dem neuen Assistenten kommt Freddy nicht klar.

 Patrick Abozen spielt Tobias Reisser, den neuen Kollegen der beiden Kommissare. Nach dem Tod der früheren Assistentin Franziska hatte der WDR die Stelle zunächst mit wechselnden Schauspielern besetzt, darunter Abozen. Künftig gehört er nun fest zum Team.

 „Dicker als Wasser“ ist ein typischer Krimi geworden. Die Auflösung ist zwar recht vorhersehbar, doch die Handlung bleibt trotzdem spannend. Das liegt zum einen am Fall, zum anderen aber auch am Rückgriff auf Altbewährtes und dem Verzicht auf zuviel Firlefanz und gewollte Komik.

 Im steten Wechselreigen der „Tatort“-Kommissare sind Ballauf und Schenk mit ihren inzwischen 18 Dienstjahren bei der Kölner Mordkommission eine der wenigen Konstanten geblieben. Die Regie führt Kaspar Heidelbach, der unter anderem die erste Kölner „Tatort“-Folge 1997 in Szene gesetzt hatte. Auch Armin Rohde ist am Kölner „Tatort“-Set ein alter Bekannter. Das alles zusammen ergibt eine Mixtur, die für Fans des klassischen „Tatort“ eine Wohltat ist.

 „Tatort: Dicker als Wasser“, Sonntag, ARD, 20.15 Uhr.

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Das neue «Tatort»-Team Dagmar Manzel (vorne, l-r)) und Fabian Hinrichs sowie Andreas Leopold Schadt (hinten, l-r), Eli Wasserscheid und Matthias Egersdörfer.

Der Franken-"Tatort" hat mit einer Spitzenquote seinen Einstand in der ARD gegeben. Im Schnitt waren 12,11 Millionen am Sonntagabend dabei. Der Krimi "Der Himmel ist ein Platz auf Erden" mit Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs gehört damit zu den erfolgreichsten "Tatort"-Episoden der vergangenen 20 Jahre.

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