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Abfahrt verzögert sich weiter

Costa Concordia Abfahrt verzögert sich weiter

Die Abfahrt der "Costa Concordia" wird erneut verschoben und ist nun für Mittwoch angesetzt. Das teilten Zivilschutzchef Franco Gabrielli, Bergungsleiter Franco Porcellacchia und Costa-Chef Michael Thamm auf einer Pressekonferenz mit. Zudem gibt es ungewöhnliche Nachrichten aus Frankreich.

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Die Abfahrt der Costa Concordia verzögert sich weiter.

Quelle: Behling

Giglio. Nachdem Schwierigkeiten mit der Anbringung der Tanks und schlechtes Wetter zweimal die Abfahrtstermine platzen ließen, sind jetzt noch letzte Tests erforderlich, die am Montag ausgeführt werden sollen. Das teilte der zuständige Chef des Zivilschutzes, Franco Gabrielle, in der Nachmittagskonferenz mit. Zusätzlich brauche man den Dienstag für die Nachversorgung der an der Überführung beteiligten Schlepper. Sie sind seit über einer Woche im Einsatz und müssen ihre Ausrüstung und die Treibstoffvorräte ergänzen.

Als neuer Starttermin für die Schleppreise ist Mittwoch, 4 Uhr, vorgesehen. Es sei geplant, dass der Fährverkehr vor Giglio um 8.30 Uhr unterbrochen werde, damit das Schiff gegen 9 Uhr von seinem derzeitigen Platz in Richtung offene See verholt werden kann. Das Kommando über den Schleppzug hat der niederländische Kapitän Hans Bosch, er ist mit seinem Stab auf dem Schlepper „Blizzard“. Die Schlepper „Blizzard“ und „Resolve Earl“ sollen mit der Kraft ihrer vier Kieler MaK-Motoren (24000 PS) die "Costa Concordia" in rund 100 Stunden nach Genua schleppen.

Für Irritationen hatten Meldungen aus Frankreich gesorgt. So solle nach Medienberichten die französische Marine mit einem Schiff den Konvoi beschatten und verhindern, dass er bei der Insel Korsika in französische Gewässer komme. Der italienische Küstenwach-Admiral Giovanni Pettorino versuchte gestern, die Sorgen der französischen Regierung zu beruhigen: "Wir haben nicht vor, in die französischen Hoheitsgewässer einzulaufen." Alle Nothäfen befänden sich an der italienischen Küste, so Pettorino. Die italienische Küstenwache wird den Verband ebenfalls mit Einheiten abschirmen und die Sperrzone von zwei Seemeilen rund um den Schleppzug überwachen. Dafür wurde extra das modernste Schiff der italienischen Küstenwache nach Giglio geholt.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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