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Wetterprognose Der Sommer bleibt weiter geladen

Nach einem ungewöhnlichen heftigen Gewitterwochenende mit 365 000 Blitzen über Deutschland und Starkregen in Kiel ziehen in den nächsten Tage weitere Unwetter auf. Vor allem nachmittags müsse täglich mit teils kräftigen Gewittern, Starkregen, Sturmböen und örtlich auch Hagel gerechnet werden.

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Schwere Unwetter mit Gewitterböen und Starkregenhaben haben am Wochenende über weiten Teilen Deutschlands getobt.

Quelle: Bernd März

Offenbach/Kiel. Schleswig-Holstein und Hamburg scheint nach den Wetterprognosen jedoch von Blitz, Donner und Hagelschauer verschont zu bleiben: Bei schwachem bis mäßigem Ostwind ist es am Dienstag teils heiter und wolkig, meist aber trocken. Die Temperatur steigt auf 20 Grad bei Seewind und bis 24 Grad landeinwärts. In der Nacht zum Mittwoch geht die Temperatur auf etwa 12 bis 14 Grad zurück. Dabei ist es gebietsweise wolkig, aber überwiegend trocken. So hieß es am Montag beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Der Sommer bleibt also weiter unter der Wolkendecke.

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Sylvia Jenns (30), André Moosmann (32) und JJule (5) genießen das Idyll am leer gefegten Falckensteiner Strand.

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Wer diese Woche in den Urlaub fährt, sollte Regenkleidung einpacken: Für Teile Deutschlands ist mit starken Gewittern, Starkregen, Sturmböen und örtlichen Hagel zu rechnen.

Seit Freitag kamen bei den Unwettern mindestens vier Menschen ums Leben, rund 70 wurden verletzt. Umgestürzte Bäume und durch Blitzschlag verursachte Brände verursachten schwere Sachschäden. Lebensgefahr besteht, weil ein Blitzschlag eine Stromstärke bis zu 40 000 Ampere erreichen kann und die Luft im Blitzkanal rund 30 000 Grad heiß wird. Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des DWD 40 bis 50 Menschen direkt oder indirekt von einem Blitz getroffen, einige tödlich.

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Orkanartige Windböen: In Nürnberg stürzte ein Baum auf ein geparktes Auto.

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Der Zustand einer in Nordhessen von einem Blitzschlag getroffenen Golferin war am Montag weiter kritisch. Drei Frauen im Alter von 41 bis 67 Jahren waren bei dem Unglück am Freitag auf der Golfanlage Waldeck nahe Korbach ums Leben gekommen, die 50-Jährige überlebte schwer verletzt. Sie hatten vor dem Sommergewitter in einem Holzunterstand Schutz gesucht, in den der Blitz einschlug. Der Unterstand gehörte zu den höchsten Punkten in der näheren Umgebung.

In Kiel musste die Feuerwehr zu mehreren 100 Einsätzen ausrücken. Starkregen hatte mehrere Keller unter Wasser gesetzt und Straßen in reißende Flüsse verwandelt.

 Mit einem Schubkarren versucht Felix Herrmann das Kieler Occupy-Camp von den Wassermassen zu befreien.

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Ein umgestürzter Baum legte stundenlang den Bahnverkehr in Schleswig-Holstein teilweise lahm. Einige tausend Fahrgäste und rund 90 Züge waren bis Montag von Verspätungen und Ausfällen betroffen, wie eine Sprecherin der Bahn am Montag sagte. Ein Blitz setzte ein Einfamilienhaus in Sievershütten am Sonntagabend in Brand. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Dachstuhlbrandes auf das gesamte Haus verhindern.

Im Schrevenpark steht das Wasser.

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Herumwirbelnde Äste verletzten am Wochenende auch 18 Besucher eines Kulturfestivals in Bayern. Ein von orkanartigen Gewitterböen entwurzelter Baum erschlug eine Autofahrerin.

Nach dem verheerenden Blitzschlag auf einem Festivalgelände im sächsischen Roitzschjora mit 51 Verletzten wurde am Montag noch ein Gast auf der Intensivstation betreut. Der 35-jährige Mann aus Polen sei am schwersten verletzt worden, sagte die leitende Notärztin Ellen Mack. Am Montag wurden insgesamt noch sechs Patienten im Krankenhaus behandelt. Das Unglück geschah in der Nacht zum Sonntag beim Heavy-Metal-Festival "With Full Force".

Die heftigen Gewitter vom Wochenende wurden von einer Luftmassengrenze verursacht, die am Samstag und Sonntag diagonal über Deutschland lag und schwüle Hitze von frischer Meeresluft trennte. Der Westen und Nordwesten blieben von Gewittern verschont.

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