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Deutsche Autofahrer verlieren 36 Stunden im Stau

Verkehr Deutsche Autofahrer verlieren 36 Stunden im Stau

Deutsche Autofahrer haben einer neuen Studie zufolge im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 36 Stunden im Stau gestanden. Besonders hart getroffen hat es die Stuttgarter, die auf 58 Stunden kamen, gefolgt von Köln mit 57 und Hamburg mit 55 Stunden.

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Deutsche Autofahrer haben im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 36 Stunden im Stau gestanden.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

Stuttgart. Im europäischen Vergleich liegen diese Städte auf den Plätzen 17, 18 und 21, teilte das US-Unternehmen Inrix - ein Anbieter von Verkehrsinformationen - am Donnerstag mit. Spitzenreiter sind Mailand, Brüssel, Antwerpen, Paris und Manchester, wo bis zu 70 Stunden errechnet wurden.

Insgesamt sei das Risiko, im Stau zu stehen, im vergangenen Jahr geringer geworden. Weltweit registrierte Inrix einen Rückgang um 17 Prozent, in Deutschland um 8 Prozent. Gründe dafür seien die hohen Treibstoffpreise sowie die Wirtschaftskrise mit hoher Arbeitslosigkeit. So zeige sich der Rückgang vor allem in den europäischen Schuldenstaaten: In Portugal hätten sich die Staus 2011 im Vergleich zu 2010 halbiert, in Irland seien sie um ein Viertel zurückgegangen, in Spanien um 15 und in Italien um 12 Prozent.

"Wie es mit dem Verkehr steht, so steht es auch um die Wirtschaft", sagte Inrix-Manager Stuart Marks. "Verkehrsstaus sind ein ausgezeichneter Konjunkturindikator, der zeigt, ob die Menschen zur Arbeit gehen, Unternehmen Produkte versenden und die Verbraucher Geld ausgeben." Deshalb ließen die Staurückgänge in Deutschland von acht Prozent und den Niederlanden von sieben Prozent aufhorchen. Allerdings habe sich die Verkehrslage in Deutschland in den ersten fünf Monaten 2012 wieder verdichtet: Die Stauzeiten stiegen um sechs Prozent an.

Nach dem Datenabgleich von Inrix besteht in Deutschland die größte Staugefahr am Freitagnachmittag. Dann müssten die Fahrer damit rechnen, dass sie etwa 27 Prozent länger unterwegs sind als in verkehrsarmen Zeiten. Am besten kommen Pendler laut Studie am Montagabend nach Hause.

dpa

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