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ESC-Kandidaten-Check: Top oder Flop?

Finale in Stockholm ESC-Kandidaten-Check: Top oder Flop?

26 Teilnehmer - und alle wollen den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm gewinnen. Doch wer hat gute Chancen, den Musikwettbewerb zu gewinnen? Imre Grimm hat sich für uns alle Kandidaten einmal genauer angeschaut. 

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 Die Chancen für Frans Jeppsson Wall (Schweden), beim ESC unter die Top Ten zu kommen, stehen laut Imre Grimm gut.

Quelle: Jonas Ekstromer/dpa

1. Belgien

Laura Tesoro: "What's The Pressure"

17 Jahre ist Laura Tesoro. Die Tochter zweier Musicaldarsteller wirkt in ihrem silbernen Paillettendress frisch wie ein Becher kalte Milch, aber doch noch ziemlich stupsnasig in ihrer Partytanz-Performance. Von diesem Kaliber sind sonst die jungen Frauen, die Ralph Siegel gern ins Rennen schickt (er ist diesmal nicht am Start). Lauras Uptempo-Song beginnt mit dem Beat von Queens "Another One Bites The Dust", dann kommt eine unbarmherzige Funkgitarre ins Spiel. Der beste ESC-Song, den Stefan Raab nie geschrieben hat. Shirley Temple goes Soul.

Top-Ten-Chancen: 20 Prozent

2. Tschechien

Gabriela Guncikova: "I Stand"

Ein Rätsel, wie es diese lahme Durchschnittsballade ins Finale geschafft hat. Die 22-jährige Gabriela profitierte offensichtlich davon, dass es eben zehn Lieder pro Halbfinale sein müssen, die weiterkommen. Regel ist Regel. Ihr Lied aus schwedischer Feder ist egaler als der 400. Youtube-Kommentar unter einem Schminkvideo von Dagi Bee.

Top-Ten-Chancen: 10 Prozent

3. Niederlande

Douwe Bob: "Slow Down"

Ein knuffiger, kleiner Midtempo-Song mit einem sympathischen, aber beim ESC doch eher sachfremden Appell: Schaltet mal alle einen Gang runter, Schuss mit der Selbstausbeutung! Douwe Bobs warme Anti-Burnout-Hymne hat sich zu einem Publikumsfavoriten gemausert. Vielleicht, weil sie mehr Ruhe ausstrahlt als die ewigen Computerorgien und LED-Gewitter, bei denen man schon vom Zuhören Stresspusteln kriegt. Schon wieder relaxter Country aus Holland also - nach den erfolgreichen Common Linnets mit "Calm After The Storm" (Platz 2 in Kopenhagen 2014). Zwischendurch schweigt Douwe Bob mutige zehn Sekunden lang. Musikalisch lässt Albert Hammonds "It Never Rains in Southern California" allerdings heftig grüßen.

Top-Ten-Chancen: 60 Prozent

4. Aserbaidschan

Samra Rahimli: "Miracle"

Potztausend! Der stinkreiche Ölstaat Aserbaidschan ist ein ESC-Phänomen: Siebenmal teilgenommen, sechsmal in den Top Ten, ein Sieg (2011 in Düsseldorf). Die singende Augenbraue Samra will den Schnitt halten - mit einer bombastischen, aber ziemlich öligen Trennungsschmerz-Ballade, die alles auffährt, was die Eurovisions-Trickkiste hergibt: Pyrotechnik, LED-Geflacker, Windmaschine. Krachbumm. Es fehlen eigentlich nur noch Hundebabys und Kinderchöre. Zwischendurch sieht es aus, als brenne die Bühne. Aber mit der aserbaidschanischen Materialschlacht ist es wie mit nordkoreanischen Parteitagen: sieht monströs aus, ist inhaltlich aber dünn.

Top-Ten-Chancen: 40 Prozent

5. Ungarn

Freddie: Pioneer

Der Mann klingt, als habe er statt zweier Stimmbänder eine liebeskranke Gianna Nannini im Rachen sitzen. Schwerblütiges Latino-Herumgeleide mit Dackelblick zu ordentlich Computerbums. Dazu wird mal wieder die XXL-Trommel bemüht. Bumm! Kann ja nicht schaden. Bumm! Es ist nicht ganz klar, ob Freddie sich der englischen Sprache befleißigt oder da ein gänzlich neues Idiom erfunden hat. Bumm! Ist im Grunde auch egal. Die Unschuldsaugen reißen's raus. Bumm!

Top-Ten-Chancen: 30 Prozent

6. Italien

Francesca Michielin: "No Degree Of Separation"

Die heute 21-jährige gewann mit 17 Jahren die italienische "X Factor"-Ausgabe. Sie war als castingerfahrener Teenager südlich der Alpen quasi das Gegenstück zu Jamie-Lee. Ihre Stimme ist stark, der Titel freilich mäßig spannender. Da hatte Italien zuletzt Originelleres im Gepäck. Sie singt überwiegend in Landessprache, was im Falle Italiens natürlich eine Wohltat ist.

Top-Ten-Chancen: 60 Prozent

7. Israel

Hovi Star: "Made Of Stars"

Hovi ist einer der diesjährigen Helden der Schwulengemeinschaft. Seine Ballade ist eher konventionell, seine Stimme freilich stark. Der Entertainer, Sänger, Synchronsprecher und Musiker mit dem markanten Kinn und der nicht minder markanten Haartolle erzählt die nicht totzukriegende Geschichte vom Träumer, der seinen Platz in der Welt sucht. Wen er da bloß gemeint haben könnte?

Top-Ten-Chancen: 30 Prozent

8. Bulgarien

Poli Genova: "If Love Was A Crime"

Schwarzer Lippenstift? Kubistisches Gehänge am Ohr? Leuchtstreifen am eckigen Kostüm? Das sieht schwer nach Achtzigern (und ein bisschen albern) aus, was Poli Genova da zeigt. Ihr Lied soll wie Retro-Elektropunk klingen, ist aber eher altmodischer Stampfnudelkram für Binge-Drinking-Beachpartys. Dazu tanzen auf der Bühne Hologramme. Ist doch schön. Lenkt vom Lied ab.

Top-Ten-Chancen: 30 Prozent

9. Schweden

Frans: "If I Were Sorry"

Was in Deutschland "Schnappi, das kleine Krokodil" war, das war in Schweden der siebenjährige Frans Jeppsson Wall, der sich 2006 zur Fußball-WM mit einer zauberhaften und im Vergleich zu "Schnappi" deutlich weniger nervtötenden Reggae-Hymne auf seinen Helden Zlatan Ibrahimovic ins kollektive schwedische Gedächtnis sang ("Who's Da Man"). Inzwischen ist Frans, Sohn eines Nigerianers und einer Schwedin, 17 Jahre alt und macht mit Beanie-Mütze und Stirnfalten auf coole Socke. Seine Ballade "If I Were Sorry" ist allerfeinster Songwriter-Pop, der schnell ins Herz geht. Allerdings klingt er so dermaßen nach Matt Simons "Catch & Release", dass es die Freude deutlich eintrübt.

Top-Ten-Chancen: 100 Prozent

10. Deutschland

Jamie-Lee: "Ghost"

Die Bennigser Manga-Elfe zieht in Stockholm souverän ihr Ding durch. Aber auch sie weiß, dass eine Top-Platzierung einem kleinen Wunder gleichkäme. Die märchenhaft-versponnene Inszenierung als melancholisches Mondmädchen mit Püschelhaarreif ist sehens- und hörenswert. Es ist freilich ein hohes Risiko, einen Kontrapunkt zur origiastischen Popnabelschau ringsum setzen zu wollen. Was, wenn Europa einfach feiern will und sich nicht rühren lässt? Eine würdige Vertreterin ist die 18-Jährige allemal.

Top-Ten-Chancen: 40 Prozent

11. Frankreich

Amir: "J'ai cherché"

Diesmal muss es einfach besser laufen. Die letzten vier Platzierungen Frankreichs sind eine Katastrophe: 22., 23., 26. und 25. Platz. Und plötzlich tut sich etwas: Laurent Amir Khlifa Khedider Haddad singt auf Englisch! Jedenfalls den Refrain. Sonst würden in Paris wohl die Barrikaden brennen. Aber immerhin: Das sprachlich verstockte Frankreich bemüht sich um Zugänglichkeit. Amirs Sommerhit-Ohrwurm mit der eingängigen "Wuhuhuhuhu"-Hookline wird hoch gehandelt, was sich angesichts der eher rätselhaften Bühnenperformance aber schnell relativiert. Plan B: Der Mann hat in Jerusalem Zahnmedizin studiert.

Top-Ten-Chancen: 80 Prozent

12. Polen

Michal Szpak: "Colour Of Your Life"

Frisurtechnisch liegt Michal bei den Männer des ESC-Jahrgangs 2016 eindeutig weit vorn. Dazu hat er sich für ein Zirkusdirektoren-Outfit entschieden, dessen Sinn sich nicht sofort erschließt. Später allerdings auch nicht. Es gab freilich Befürchtungen, seine Augenbrauen könnten sich im Verlauf des Liedes selbständig machen und einen eigenen Auftritt planen. Die erratischen Handbewegungen lassen auf Kleintierbefall oder Achseljucken schließen. Und der Refrain klingt wie der Klavierpart in Gloria Gaynors "I Will Survive". Nur in Zeitlupe.

Top-Ten-Chancen: 40 Prozent

13. Australien

Dami Im: "Sound of Silence"

Erst war's nur eine putzige Idee zum 60. Geburtstag des ESC - nun ist Australien dauerhaft im Boot. Die Bilanz ist makellos: Im Durchschnitt Platz 5. Bei, ähem, bisher einer Teilnahme. Der Titel der in Südkorea geborenen 27-jährigen Dami Im hat mit Simon & Garfunkels "Sounds of Silence" nur den Titel gemeinsam. Ein düsteres Herzschlagepos, optisch aufgehellt von einem glitzernden XXL-Kragen. Ein klassisches ESC-Stück, wenn auch etwas seelenlos. Mancher hält Dami Im für eine Mitfavoritin. Darunter viele Australier. Falls das Land siegen sollte, bleibt der ESC übrigens in Europa.

Top-Ten-Chancen: 60 Prozent

14. Zypern

Minus One: "Alter Ego"

Hoppla, ganz schön böse Bubis, die Zypern da nach Stockholm geschickt hat. Aber Minus One wollen nur spielen, und zwar normalerweise Coversongs. Das geht nicht sonderlich weit über Altstadtfestniveau hinaus. Ihr Produzent war der Schwede Thomas G:son, der schon für Loreens Siegertitel "Euphoria" von 2012 verantwortlich war. Von deren Originalität ist der Song "Alter Ego" freilich so weit entfernt wie Japan von der EU-Vollmitgliedschaft. So würde es klingen, wenn Billy Joel plötzlich Heavy Metal machen würde. Was eindeutig fehlt: Die Scorpions-Pyramide!

Top-Ten-Chancen: 30 Prozent

15. Serbien

Sanja Vucic: "Goodbye"

Sanja und ihre Truppe sehen ein bisschen aus wie in sehr viel Lakritze eingenäht. Es geht um häusliche Gewalt, doch das sperrige Thema ist in ein gefälliges Lied gekleidet, das freilich schnell vergessen ist. Große Geste, großes Pathos, große Augen. Und endlich mal die gute, alte Ralph-Siegel-Gedächtnisrückung: ein Ton hoch zum letzten Refrain! Das gibt's nur dreimal im gesamten ESC-Jahrgang 2016.

Top-Ten-Chancen: 30 Prozent

16. Litauen

Donny Montell: "I've Been Waiting For This Night"

Schon 2012 in Baku sang Donny Montell für Litauen (Platz 14). Sein jetziger Auftritt gleicht freilich einem einsamen Boygroup-Mitglied, das den Rest seiner Truppe irgendwo verloren hat. Allein wirken die ewigen Sehnsuchtsposen und Schmachtblicke noch seltsamer als im Verbund. Der Song ist eine weitere Bombastballade mit wenig Ohrwurmpotenzial. Sein offensichtlich kunstgebräuntes Gesicht hat die Farbe von Donald Trumps Haaren: Curryhuhn.

Top-Ten-Chancen: 20 Prozent

17. Kroatien

Nina Kralijic: "Lighthouse"

Die Blondine mit dem Bubikopf sieht zu Beginn ihrer Performance aus, als sei sie in einen toten Tintenfisch eingenäht. Darunter verbirgt sich dann (Trickkleid! Ha!) ein Arrangement aus zerbrochenen Spiegeln. So viel Symbolik macht Kopfschmerzen. Die Castingshow-Siegerin verbindet einen glasklaren Sopran mit einer nicht ganz so glasklaren englischen Aussprache. Es geht um die tiefe Nacht, einen Leuchtturm, den bösen Ozean und ziemlich viele Wolken. Ganz cooler Song, schedderige Inszenierung.

Top-Ten-Chancen: 40 Prozent

18. Russland

Sergey Lazarez: "You Are The Only One"

So so. Schweden hat 2015 also mit einem Sonnyboy und Trickfilmeffekten gewonnen. Da hatte Russland für 2016 eine Spitzenidee: ein Sonnyboy und Trickfilmeffekte! Und so turnt sich der russische Justin Timberlake Sergey zu allerhand Phönixflügel-Kaspereien durch seine eiskalt kalkulierte, komplett gefühlsbefreite Monstrosität von einer ESC-Powerballade. So sehr hat niemand den Sieg gewollt seit Hannibal die Alpen überquerte. Letztes Jahr gab's für Russland Platz zwei (Polina Gagarina: "A Million Voices"). Den bisher einzigen Sieg holte Dima Bilan 2008.

Top-Ten-Chancen: 100 Prozent

19. Spanien

Barei: "Say Yay!"

Spanien schickt eine Königin-Letizia-Doppelgängerin mit dem ersten vollständig englischsprachigen ESC-Beitrag aus Spanien. Und alle so: "Yay!" Die 34-jährige Madrilenin Bárbara Reyzábal González-Aller alias Barei ist die Enkelin eines in Spanien sehr bekannten Immobilienmoguls, quasi des iberischen Donald Trump. Aber sie steht beruflich auf eigenen Beinen - als Sängerin und Songschreiberin. Hochmoderner Radiopop für Achtklässler-Sommerfeste.

Top-Ten-Chancen: 60 Prozent

20. Lettland

Justs: "Heartbeat"

Eine trockene, moderne Discohymne soll an den starken sechsten Platz für Lettland im Vorjahr anknüpfen. In Wien überraschte Aminata ebenfalls mit einer selbst geschriebenen, minimalistisch-avantgardistischen Popnummer und einer fast regungslosen Performance hinter ihrem Mikrofonständer. Der 21-jährige Justs schaffte es trotz des unangenehmen Startplatzes eins im Halbfinale in die Endrunde. Das Charisma seiner glamourösen Vorgängerin hat er freilich nicht.

Top-Ten-Chancen: 50 Prozent

21. Ukraine

Jamala: "1944"

In der sportlichen Klageballade geht es um Jamalas Urgroßmutter, die 1944 mit Hunderttausenden andern Tartaren von Stalins Geheimpolizei von der Halbinsel Krim nach Zentralasien verschleppt wurde. Die ESC-Regelhüter haben das Werk geprüft, aber keinen Verstoß gegen die Regeln gefunden. "You think you're gods, but everyone dies", singt Jamala. Das ist nicht gerade idealer Partystoff, aber die ESC-Gemeinde ist traditionell nachsichtig, was die künstlerische Aufarbeitung von Privatschicksalen angeht. Krimkrise beim ESC. Russland was not amused.

Top-Ten-Chancen: 40 Prozent

22. Malta

Ira Losco: "Walk On Water"

Die wundervolle Ira Losco wurde 2002 in Tallin mit "Seventh Wonder" um ein Haar ESC-Siegerin. Am Ende holte sie Platz zwei für den kleinsten Staat der EU. Vierzehn Jahre danach will sie es noch einmal wissen. Und geht, körperlich teiloptimiert, mit einer leider etwas statischen Powerballade ins Rennen, die Mariah Carey sicher auch ganz gern gesungen hätte. Sehr viel Drumcomputer, sehr viel gedoppelte Stimme. Prognose: Platz zwei wird es diesmal nicht.

Top-Ten-Chancen: 30 Prozent

23. Georgien

Young Georgian Lolitaz: "Midnight Gold"

Indierock mit elektrischer Gitarre! Das hört man kaum noch beim ESC. Die vier freundlichen Schrammeljungs kamen zu ihrer eigenen Überraschung ins Finale. Ihr Song stammt - ebenso wie der ihrer zypriotischen Brüder im Geiste - vom schwedischen Produzenten Tomas G:son. Und das Schlagzeug so: GUS! TAV! GUS-GUS! TAV! Dazu ein Schuss New Wave. Ambitioniert, aber anstrengend.

Top-Ten-Chancen: Eher geht in Schweden die Mittsommersonne unter

24. Österreich

Zoë: "Loin d'ici"

Vor genau 50 Jahren gewann Udo Jürgens für Österreich mit "Merci, Chérie". Österreichs Chérie in diesem Jahr ist die bezaubernde, zahnlückige Wienerin Zoë Straub (19), eine bumsfidele Rummelplatz-Blondine mit einem französischsprachigen Gute-Laune-Chanson, den Vanessa Paradis nicht charmanter über die Rampe bringen könnte. Wäre da bloß nicht dieser Ballermann-Beat. Ihr Vater ist Christof Straub, eine Hälfte des Folk-Pop-Duos Papermoon. Ein gesundes Maishähnchen von einem Song.

Top-Ten-Chancen: 30 Prozent

25. England

Joe and Jake: "You´re Not Alone"

Das gebeutelte ESC-Opferland England gibt einfach nicht auf. Und das ist gut so. Denn die galgenhumorige Begeisterung, mit der selbst nicht betrunkene Briten den Wettbewerb verfolgen, steht in keinem Verhältnis zur Bilanz der letzten Jahre. In den letzten 15 Jahren gab es genau zwei Top-Ten-Plätze - und dreimal den letzten. Auch Deutschland wurde seit 2000 dreimal Letzter - aber erreichte immerhin sechsmal die Top Ten. Joe Woolford und Jake Shakeshaft lernten sich 2015 bei der Show "The Voice" in Großbritannien kennen. Ihr Titel ist trockenes, britisch produziertes Boyband-Material mit einem Hauch Lagerfeuer- und Händchenhalt-Romantik. Ist aber auch egal. Der gnädige Startplatz kurz vor Schluss wird ihnen nicht helfen.

Top-Ten-Chancen: nicht im messbaren Bereich

26. Armenien

Iveta Mukuchyan: "Love Wave"

Das gab ein bisschen Ärger von der European Broadcasting Union (EBU), als Sängerin Iveta im Halbfinale eine kleine Flagge der umstrittenen Region Berg-Karabach schwenkte. Kriegsgegner Aserbaidschan was not amused. Die EBU beließ es bei einem Klaps auf die Finger. Du, du! Iveta wohnt in Hamburg, seit sie sechs Jahre alt war. In der Mitte ihres Liedes startet bedauerlicherweise ein Jumbojet. Deshalb kann man nicht hören, ob unter dem Getöse noch ein richtiges Lied liegt. Dem Liedtext zufolge geht ihr Herz "ba-ba-da-bu-who-oh-oh". Vielleicht helfen da Betablocker. Und für eine Hose hat der Etat leider nicht gereicht.

Top-Ten-Chancen: 40 Prozent

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Ein Artikel von
Imre Grimm
Stellvertretender Ressortleiter der "Welt im Spiegel"-Redaktion und verantwortlich für die Medienseiten

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