15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Albanien und Romina Power

ESC-Tagebuch Albanien und Romina Power

Die Eurovisionswoche in Wien beginnt – und schon gibt’s Fragen über Fragen: Ist die Stadt, in der die Psychoanalyse erfunden wurde, wirklich der passende Ort für den Eurovision Song Contest? Ist Conchita Wurst wirklich erst der zweite Österreicher mit merkwürdigem Bart?

Voriger Artikel
Zahnärzte verpassen Patienten in Städten öfter Kronen
Nächster Artikel
Bibi Bourelly

Ann Sophie tritt in diesem Jahr für Deutschland beim ESC an.

Quelle: Helmut Fohringer/dpa

Wien. Wie viele Zuschauer werden beim Finale am Sonnabend „Austria“ und „Australia“ verwechseln? Warum ist Australien beim ESC überhaupt dabei aber Österreich nicht mal in der Nato? Warum haben 50 Prozent der österreichischen Männer Übergewicht (höchster EU-Wert), aber nur 27 Prozent der österreichischen Frauen (niedrigster EU-Wert)? Und à propos: Wo geht’s bitte zum Schnitzel? 

Jeder Eurovisionszirkus ist eine Herausforderung an den menschlichen Geist. Das gilt erst Recht in Österreich. Der Stadtrat hat zum „Eurowischn Putz Contest“ aufgerufen. In den Wiener Parks haben bedauernswerte Helfer 10 000 Blumenstecker verteilt. Conchita Wurst steht neuerdings im Wachsfigurenkabinett, was für die Dame selbstverständlich eine „wahnsinnige Ehre“ ist, Betonung auf „wahnsinnig“. Auf dem Wiener Rathausplatz gibt’s allerhand Volksbespaßungsmaßnahmen – vom „Conchita-Lookalike-Contest“ bis zum inoffiziellen Wettbewerb „Welcher ESC-Sponsor schafft es, die meisten sinnlosen Dingsbumse unters Volk zu bringen?“. Außerdem wurden sechs singende Kanaldeckel installiert. Das Gerücht, dass sich in einem davon Ralph Siegel aufhält, wurde schnell entkräftet.  

Parallel zum ESC 2015 treffen sich in Wien übrigens 3500 Ärzte zur „European Stroke Conference“. Der Schlaganfall-Kongress hat nicht bloß das selbe Kürzel (ESC) – er sorgt auch für ein beruhigendes Gefühl, falls portugiesische Fans emotional eskalieren sollten. Was noch fehlt, ist der Hinweis, dass es sich bei diesem Text und seiner Überschrift exakt so verhält wie beim Eurovision Song Contest und dem menschlichen Verstand: Beides hat leider absolut nichts miteinander zu tun.

Von Imre Grimm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

Mehr zum Artikel
Medien
Ann Sophie in Wien.

Mit umjubelten Auftritten einiger Teilnehmer hat der Eurovision Song Contest (ESC) in der Wiener Staatsoper Fahrt aufgenommen. Neben der irischen Kandidatin Molly Sterling gaben auch Giannis Karagiannis aus Zypern und Mørland & Debrah Scarlett aus Norwegen am Sonntag ihre Songs zum Besten.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr