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Esa-Raumfahrer verspätet, aber sicher zurück von der ISS

Raumfahrt Esa-Raumfahrer verspätet, aber sicher zurück von der ISS

Nach mehr als einem halben Jahr an Bord der Internationalen Raumstation ISS sind der Niederländer André Kuipers sowie ein Russe und ein US-Amerikaner sicher auf der Erde gelandet.

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Blick auf die Internationale Raumstation ISS.

Quelle: Archiv

Moskau. Die Sojus-Raumkapsel mit den Männern setzte bei heißem, sonnigen Wetter gegen 10.14 Uhr MESZ wie geplant in der kasachischen Steppe auf.

Ihr Zustand sei befriedigend, teilte die Flugleitzentrale bei Moskau am Sonntag nach Agenturangaben mit. Die Reise vom Außenposten der Menschheit hatte etwa viereinhalb Stunden gedauert.

Für den 53 Jahre alten Kuipers war es sieben Jahre nach seiner ersten Reise zur ISS die zweite Mission im All gewesen. Der ausgebildete Mediziner habe an den 193 Tagen im Weltraum mehr als 50 Experimente im Labor erledigt, teilte die Europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Die Untersuchungen sollen Aufschlüsse im Kampf gegen Migräne, Knochenschwund (Osteoporose) und über das Absterben von Immunzellen geben.

Der Niederländer, der auch Deutsch kann, habe den Vorzug gehabt, seine Eindrücke aus dem All mit Fotos, Kurznachrichten und Blog-Einträgen verbreiten zu können, hieß es. Millionen Menschen auf der ganzen Welt folgten ihm in den sozialen Netzwerken. Im nächsten Jahr will die Esa den Italiener Luca Parmitano zur ISS schicken.

Kuipers, der Kosmonaut Oleg Kononenko und der Astronaut Donald Pettit landeten rund 147 Kilometer südöstlich der kasachischen Stadt Dscheskasgan. Helfer machten sich in Flugzeugen und Hubschraubern auf den Weg, um die Männer zu begrüßen. "Die Raumfahrer sind wegen der großen Kraftanstrengung bei ihrer Ankunft durchgeschwitzt, weshalb wir ihnen sofort frische Wäsche zum Umziehen geben", sagte Kosmonauten-Betreuer Alexander Jarow.

Die Langzeitbesatzung war am 21. Dezember vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur gestartet und sollte eigentlich schon im Mai heimkehren. Allerdings war die Rückkehr aus technischen Gründen verschoben worden. Im Mai waren auf der ISS die beiden Russen Gennadi Padalka und Sergej Rewin sowie der Astronaut Joseph Acaba von der US- Weltraumbehörde Nasa angekommen. Sie halten dort weiter Wache.

dpa

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