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Flugzeug-Entführung ist unblutig beendet

Zypern Flugzeug-Entführung ist unblutig beendet

Die Flugzeugentführung auf Zypern ist unblutig zu Ende gegangen. Wie das zyprische Staatsfernsehen am Dienstag berichtete, wurde der Entführer festgenommen. Zuvor verließen die letzten sieben Geiseln die Maschine der Egyptair auf dem Flughafen von Larnaka.

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Die Maschine sei am Dienstagmorgen von Alexandria in Ägypten aus gestartet.

Quelle: Screenshot von www.flightradar24.com

Larnaka . Der Entführer hat in Zypern Forderungen gestellt: Wie der staatliche zyprische Rundfunk am Dienstag berichtete, wollte der Mann Asyl auf der Mittelmeerinsel. Auch der zyprische Präsident bestätigte, dass es keinen terroristischen Hintergrund für die Entführung gebe. Dies sagte Nikos Anastasiades am Dienstag im zyprischen Fernsehen. Das Staatsfernsehen RIK berichtete unter Berufung auf Polizeikreise, der Mann habe die Maschine allen Anzeichen nach aus persönlichen Gründen in seine Gewalt gebracht. Er soll von der Polizei gefordert haben, einen Brief an seine Ex-Frau zu übergeben, die in Larnaka lebe. Der Entführer habe einen Brief an seine Ex-Frau aus einem Fenster des Flugzeugs geworfen. Der Brief sei auf Arabisch geschrieben.

Was am Morgen passiert ist

Ein Airbus der ägyptischen Gesellschaft Egyptair wurde am Dienstag auf einem Inlandsflug entführt worden und auf dem Flughafen der zyprischen Hafenstadt Larnaka gelandet. Das zivile Luftfahrtministerium in Kairo bestätigte entsprechende Berichte des staatlichen zyprischen Rundfunks (RIK). Die Gesellschaft Egyptair meldete über ihre offiziellen Twitter-Accounts, außer der Crew und vier oder fünf Ausländern hätten alle Passagiere das Flugzeug verlassen können. Das hätten Verhandlungen mit dem Entführer ergeben.


In Liveaufnahmen des zyprischen Staatsfernsehens war zu sehen, wie etwa eine Stunde nach der Landung Dutzende Menschen über eine Treppe aus der vorderen Tür des Flugzeuges aussteigen konnten. Die Passagiere hatten zum Teil Handgepäck dabei und wurden mit einem Bus zum Flughafengebäude gebracht. Reporter berichteten auf dem Flughafen von Larnaka übereinstimmend, mindestens 50 Menschen seien ausgestiegen.


Hier sehen Sie die genaue Flugroute der Maschine:

https://www.flightradar24.com/MSR181/93d5b9d

Unklar war zunächst, ob es sich um einen oder mehrere Entführer handelt. Nach Angaben des ägyptischen Ministeriums drohte ein Entführer damit, einen Sprengstoffgürtel zu tragen. Ein Sprecher des zyprischen Außenministeriums konnte nicht bestätigen, dass der Entführer tatsächlich Sprengstoff bei sich hat. Es gebe Verhandlungen mit einem Mann. Nach Angaben des ägyptischen Staatsfernsehens soll es sich bei dem Entführer um einen Ägypter mit dem Namen Ibrahim S. handeln. Welche Forderungen die oder der Entführer stellen, blieb aber unklar.

Zypern richtet Krisenstab ein

Zur Zahl der Insassen der Maschine gab es unterschiedliche Angaben. Die staatliche Nachrichtenagentur CNA sprach von 55 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern, das ägyptische Ministerium gab die Zahl der Passagiere mit 81 an. Egyptair sprach von 56 Passagieren, 7 Crewmitgliedern und einem Sicherheitsbeamten. Welcher Nationalität die Passagiere sind, blieb zunächst unklar. Zypern habe einen Krisenstab gebildet und stehe in Kontakt zu den ägyptischen Behörden, berichtete das zyprische Staatsfernsehen.

Die Maschine mit der Flugnummer 181, angeblich ein Airbus 320, sei am Morgen von Alexandria in Ägypten aus nach Kairo gestartet. Die Piloten des Flugzeugs sollen nach ersten Informationen des Staatsfernsehens Kontakt mit den Fluglotsen in Larnaka aufgenommen und eine außerplanmäßige Landung wegen einer Entführung beantragt haben. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Maschine im zyprischen Flugkontrollraum (Flight Information Region — FIR). Die Maschine sei um 08.46 Uhr Ortszeit (07.46 Uhr MESZ) auf dem Flughafen von Larnaka gelandet.

Alle Flüge wurden umgeleitet

Der oder die Entführer hätten dort zunächst angekündigt, dass die Frauen und Kinder ägyptischer Abstammung aussteigen sollten, berichtete der Sender unter Berufung auf die Regierung des Landes. Nach Augenzeugenberichten wurde eine Treppe zur vorderen Tür der Maschine gebracht. Das Flugzeug habe sich am Ende der Landebahn auf der Ostseite des Flughafens von Larnaka befunden. Der Flughafen Larnaka wurde nach Angaben des Staatsfernsehens geschlossen. Alle Flüge nach Zypern würden zum Flughafen von Paphos im Westen der Insel umgeleitet, hieß es.

Nicht der erste Fall

Die Sicherheit an ägyptischen Flughäfen war im vergangenen Jahr in die Kritik geraten, nachdem ein vom Badeort Scharm el Scheich gestarteter russischer Urlaubsflieger Ende Oktober nach einer Bombenexplosion über der Sinai-Halbinsel abgestürzt war. Alle 224 Insassen starben. Auch Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi hatte nach langem zögern indirekt zugegeben, dass es sich um einen Terrorakt handelte. Moskau hatte die Verbindungen in das beliebte Urlaubsland nach dem Absturz unterbrochen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu der Tat bekannt.

Israel alarmiert Luftwaffe

Israel hat Luftwaffen-Jets wegen des entführten ägyptischen Flugzeugs aufsteigen lassen. Damit sollte sichergestellt werden, dass die entführte ägyptische Passagiermaschine nicht in den israelischen Luftraum eindringt, wie die israelische Nachrichtenseite „Haaretz“ am Dienstag berichtete. Die Militärflugzeuge seien mittlerweile wieder gelandet. Die Armee wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Nach Angaben des ägyptischen Ministeriums soll ein Entführer damit gedroht haben, einen Sprengstoffgürtel zu tragen.

Die ersten Bilder auf Twitter




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