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Düsterer "Dadord" ohne Klaumauk

Franken-„Tatort“ feiert Premiere Düsterer "Dadord" ohne Klaumauk

Mit dem Krimi „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ läuft am Sonntag der erste Franken-„Tatort“ im Ersten (20.15 Uhr). Weil bei dem TV-Krimi mit Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs solide Ermittlerarbeit in den Vordergrund rückt, bekam er vorab schon viel Lob.

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Das neue «Tatort»-Team aus Franken: Dagmar Manzel (als Hauptkommissarin Paula Ringelhahn, vorne, l-r)) und Fabian Hinrichs (Hauptkommissar Felix Voss), sowie Andreas Leopold Schadt (Kommissar Sebastian Fleischer, hinten, l-r), Eli Wasserscheid (Kommissarin Wanda Goldwasser) und Matthias Egersdörfer (Leiter der Spurensicherung Michael Schatz).

Quelle: Olaf Tiedje/BR/dpa

Nürnberg. Neues Terrain für den „Tatort“: Am Sonntagabend läuft der erste Franken-„Tatort“ des Bayerischen Rundfunks in der ARD. Viele Kritiker lobten den Film „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ vorab, weil er einen klassischen Kriminalfall statt Klamauk und solide Ermittlerarbeit statt Privates der Figuren in den Mittelpunkt stelle. In ihrem ersten Fall haben es die Ermittlerfiguren Paula Ringelhahn und Felix Voss mit einem erschossenen Uni-Professor in einem Auto im Wald zu tun. Der verheiratete Mann starb beim Sex mit einer Unbekannten.

Hauptermittler sind die Schauspieler Dagmar Manzel (56) und Fabian Hinrichs (40), die in Berlin als Theater-Stars gelten. Manzel glänzte zuletzt in Operetten an der Komischen Oper („Eine Frau, die weiß, was sie will!“, „Ball im Savoy“). Echte Franken im Ermittler-Team sind nur die Kommissare Wanda Goldwasser (Eli Wasserscheid) und Sebastian Fleischer (Andreas Leopold Schadt) sowie Spurensicherer Michael Schatz (Matthias Egersdörfer). Ihre Rollen sind jedoch relativ klein.

Fränkisches in dem düster gehaltenen „Tatort“ blitzt nur hin und wieder auf, etwa wenn der Leiter der Spurensicherung — verkörpert vom Fürther Kabarettisten Matthias Egersdörfer — am „Dadord“ lakonisch vom „Waldsterben“ spricht.

Voss-Darsteller Hinrichs war Ende 2012 in der Münchner „Tatort“-Folge „Der tiefe Schlaf“ in der Rolle des nervigen Assistenten Gisbert Engelhardt zu sehen, der am Ende getötet wurde. Bei vielen Fans kam der Auftritt damals so gut an, dass sie im Internet forderten: „Wir wollen Gisbert zurück.“ Dies soll jedoch beim Bayerischen Rundfunk nicht ausschlaggebend gewesen sein, ihn nun in Nürnberg und Umgebung dauerhafter zu besetzen. Regisseur und Drehbuchautor Max Färberböck („Sau Nummer vier“) und die Redaktion wollten für die Hauptrollen vor allem Schauspieler, „die bundesweit einen Namen haben“ um „mit anderen 'Tatorten' auf Augenhöhe zu sein“.

Mit dem neuen Franken-„Tatort“ sind jetzt insgesamt 20 Teams bei der beliebten Krimireihe in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv. Im Mai hat in Frankfurt ein neues Team Premiere. Zuletzt war im März in Berlin ein neues Duo gestartet. Ende April verabschiedet sich das Leipziger Team, ab 2016 soll dann Dresden wieder „Tatort“-Stadt sein.

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