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Mehrere Tote bei Anschlag am Flughafen Istanbul

+++ LIVEBLOG +++ Mehrere Tote bei Anschlag am Flughafen Istanbul

Bei einem Selbstmordanschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul sind mindestens 28 Menschen getötet worden. Drei Selbstmordattentäter hätten den internationalen Flughafen angegriffen. Explosionen und Schüsse waren zu hören.

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Am internationalen Flughafen von Istanbul gab es einen Anschlag. Mindestens zehn Menschen starben.

Quelle: Sedat Suna/dpa

Überblick:

  • Mindestens 28 Tote - vermutlich keine deutschen Opfer
  • Drei Anschlagsorte
  • Mehrere Verletzte

+++ 08.01 Weitere Informationen +++

Wir schließen den Liveblog. Alle aktuellen Informationen finden Sie hier. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

+++ 7.17 Uhr Hinweise auf den IS +++

Nach dem Terrorangriff auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen verdächtigt die türkische Regierung die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Erste Hinweise deuteten auf den IS als Urheber hin, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am frühen Mittwochmorgen bei einem Besuch am Atatürk-Flughafen. 36 Menschen seien getötet worden, hinzu kämen die drei getöteten Selbstmordattentäter. Nach bisherigen Erkenntnissen hätten die Angreifer zunächst das Feuer eröffnet und sich dann in die Luft gesprengt. Yildirim sagte, sowohl Türken als auch Ausländer seien unter den Opfern. Es gebe eine Vielzahl an Verletzten. Justizminister Bekir Bozdag hatte kurz zuvor von 147 Verletzten gesprochen. Angaben über die Nationalitäten der Opfer lagen zunächst nicht vor. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am späten Dienstagabend, bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass Deutsche betroffen seien.

+++ 06.59 Uhr Flüge gestrichen +++

Nach den Selbstmordanschlägen am Istanbuler Atatürk-Flughafen gibt es am Mittwoch keine Flüge von Berlin-Tegel nach Istanbul. Dies sagte Flughafensprecher Lars Wagner der Deutschen Presse-Agentur. Regulär wären es am Mittwoch fünf Flüge. Ob davon noch welche stattfinden werden, sei eine Entscheidung der Fluggesellschaften. Ob es Flüge von Istanbul nach Tegel geben werde, ist laut Wagner ebenfalls noch unklar. Auch eine am Dienstagabend mit 209 Passagieren und dem Ziel Istanbul von Berlin-Tegel aus eine Stunde verspätet gestartete Maschine der Turkish Airlines erreichte ihr Ziel nicht. Ursprünglich hieß es, sie solle nach Ankara umgeleitet werden. Laut Wagner kehrte die Maschine dann aber über der Slowakei um und flog zurück nach Tegel.

+++ 00.20 Uhr: Ende +++

Wir beenden an dieser Stelle den Liveblog und wünschen Ihnen eine ruhige Nacht. Ab 6.45 Uhr informieren wir Sie auf KN-online wieder über das aktuelle Nachrichtengeschehen.

+++ 00.17 Uhr: Ausländer unter Toten und Verletzten +++

Bei dem Terrorangriff auf den Atatürk-Flughafen der türkischen Millionenmetropole Istanbul sind auch Ausländer getötet worden. Die überwiegende Mehrheit der Opfer seien Türken, hieß es aus türkischen Regierungskreisen. Sowohl unter den mindestens 28 Toten als auch unter den 60 Verletzten seien aber auch ausländische Staatsbürger. Genaue Angaben über die Nationalitäten lägen noch nicht vor. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass Deutsche betroffen seien.

+++ 00.09 Uhr: Merkel zeigt Anteilnahme +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Opfern des Selbstmordanschlags am Atatürk-Flughafen in Istanbul ihre Anteilnahme ausgesprochen. Sie sei erschüttert über „diese neuen und hinterhältigen Akte des Terrorismus“, sagte sie am späten Dienstagabend am Rande des EU-Gipfels in Brüssel. Gleichzeitig solidarisierte sich die Bundeskanzlerin mit den Türken: „Ich möchte dem ganzen türkischen Volk von hier aus sagen, dass wir uns im Kampf gegen den Terrorismus vereint sehen und uns gegenseitig unterstützen werden.“

+++ 00.05 Uhr: Jüdischer Weltkongress verurteilt Anschlag +++

Der Jüdische Weltkongress hat den Terrorangriff mit 28 Todesopfern scharf verurteilt. „Das ist eine erneute brutale und sinnlose Attacke auf Zivilisten und die gesamte Menschheit“, sagte der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald Lauder. „Die Welt muss sich zusammenschließen und diese Bedrohung und die Fanatiker, die solche barbarischen Gräueltaten begehen, bekämpfen.“

Der Jüdische Weltkongress hat es sich zur Aufgabe gemacht, die nicht in Israel lebenden Juden politisch zu vertreten. Israel und die Türkei hatten nur Stunden vor den Anschlägen ein Versöhnungsabkommen unterzeichnet und damit eine sechsjährige Eiszeit zwischen beiden Ländern beendet.

+++ 00.01 Uhr: Keine Flüge von Berlin gestrichen +++

Die Selbstmordanschläge haben bislang keine gravierenden Folgen für den Flugverkehr zwischen Deutschland und der Türkei. Eine am Dienstagabend mit 209 Passagieren und dem Ziel Istanbul von Berlin-Tegel aus gestartete Maschine der Turkish Airlines sei nach Ankara umgeleitet worden, sagte Flughafensprecher Lars Wagner. Am Mittwoch würden regulär fünf Flüge von Berlin-Tegel nach Istanbul abgehen, sagte Wagner weiter. Aber: „Das muss nicht so bleiben.“ Vom Flughafen Schönefeld aus flögen zwei Gesellschaften: Air Pegasus und Onur Air, deren Flüge bisher noch nicht gestrichen seien. Auch sonst gebe es bislang keine Informationen über Flugausfälle oder -streichungen auf der Strecke Berlin-Istanbul. Gleichzeitig betonte Wagner: „Am Ende entscheiden das die Airlines.“

+++ 23.43 Uhr: Flugverkehr eingestellt +++

Nach dem verheerenden Terrorangriff auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen ist der Flugverkehr vorübergehend komplett eingestellt worden. Alle Flüge würden bis Mittwochmorgen um 08.00 Uhr (Ortszeit/07.00 MESZ) zu anderen Flughäfen umgeleitet, hieß es aus türkischen Regierungskreisen. Der Atatürk-Flughafen ist der größte Flughafen der Türkei und hat in etwa ein Passagieraufkommen wie der Flughafen Frankfurt/Main. Er liegt auf der europäischen Seite Istanbuls. Auf der asiatischen Seite der Millionenmetropole liegt der kleinere Flughafen Sabiha Gökcen.

+++ 23.41 Uhr: Anschläge in der Türkei +++

Eine Grafik von Bild.de zeigt sehr eindrücklich, wie häufig in der Türkei Anschläge verübt worden sind.

+++ 23.34 Uhr: Wohl keine deutschen Opfer +++

Nach den verheerenden Selbstmordanschlägen am Istanbuler Atatürk-Flughafen liegen der Bundesregierung nach eigenen Angaben bislang keine Informationen zu deutschen Opfern vor. „Bisher haben wir keine Hinweise, dass Deutsche betroffen sind“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Dienstagabend.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich entsetzt über die Anschläge. „Noch sind die Hintergründe unklar, aber alles deutet darauf hin, dass Terroristen erneut in der türkischen Metropole zugeschlagen haben“, sagte er am Dienstagabend in Berlin am Rande eines Fastenbrechens mit Christen, Juden und Muslimen. „Wir stehen an der Seite der Türkei.“

+++ 23.27 Uhr: Flüge von und nach Istanbul gestrichen +++

Nach dem Selbstmordanschlag hat die US-Luftfahrtbehörde sämtliche Flüge nach Istanbul gestrichen. Das erklärte eine Sprecherin der FAA am Dienstagabend. Auch Flüge aus Istanbul in die USA waren von der Maßnahme betroffen. US-Präsident Barack Obama wurde unterdessen von seiner Anti-Terror-Beraterin Lisa Monaco über den Anschlag unterrichtet, wie es aus Regierungskreisen hieß.

Die russische Fluggesellschaft Aeroflot strich wegen des Anschlags eine für Mittwoch geplante Frühmaschine von Moskau nach Istanbul. Ein Aeroflot-Flugzeug, das sich am Dienstagabend auf dem Weg von Russland in die Türkei befand, kehre nach Moskau zurück, sagte ein Unternehmenssprecher der Agentur Tass zufolge.

+++ 23.20 Uhr: Zusammenfassung +++

Eine erste Zusammenfassung der Ereignisse können Sie hier nachlesen.

+++ 23.14 Uhr: Anzahl der Toten steigt +++

Bei dem Terrorangriff auf den Atatürk-Flughafen der türkischen Millionenmetropole Istanbul sind nach einem Medienbericht mindestens 28 Menschen getötet worden. Drei Selbstmordattentäter hätten den größten Flughafen der Türkei am Dienstagabend angegriffen, meldete der Sender CNN Türk unter Berufung unter den Istanbuler Gouverneur Vasip Sahin.

+++ 22.50 Uhr: Erste Reaktion +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte sich „entsetzt“ über die Nachrichten aus Istanbul. „Unsere Gedanken gelten in diesen Stunden den Menschen in der Türkei“, schrieb er im Internetdienst Twitter.

+++ 22.48 Uhr: Zahl der Verletzten steigt +++

Die Zahl der Verletzten wurde auf mindestens 60 korrigiert.

+++ 22.46 Uhr: Anschlagsorte +++

In ersten Meldungen wurde von zwei Explosionen gesprochen. Mittlerweile wird von drei Orten gesprochen. Eine Bombe soll im Parkhaus gezündet worden sein, eine weitere im Eingangsbereich, eine dritte am Ausgang.

+++ 22.43 Uhr: Identität unklar +++

Über die Nationalität der mindestens zehnOpfer ist zunächst noch nichts bekannt.

+++ 22.41 Uhr: Bilder zeigen Verwüstung +++

Bei einem Selbstmordanschlag auf den Atatürk-Flughafen der türkischen Millionenmetropole Istanbul sind zahlreiche Menschen getötet worden. Hier sehen Sie Bilder vom Anschlagsort.

Hier sehen Sie Bilder vom Anschlag auf Flughafen in Istanbul, 28.06.2016

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+++ 22.28 Uhr: Vermutung der Sicherheitskreise +++

Westliche Sicherheitskreise vermuteten hinter dem Anschlag entweder die TAK - eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK - oder die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor drei Wochen waren bei einem Anschlag der TAK in Istanbuls Stadtmitte elf Menschen getötet worden. Es war der dritte schwere Anschlag seit Jahresbeginn im Zentrum Istanbul. Die TAK hatte anschließend auch ausländische Urlauber vor Türkeibesuchen gewarnt. Bei einem IS-Selbstmordanschlag waren dort im Januar zwölf deutsche Urlauber getötet worden.

+++ 22.27 Uhr: Mindestens 40 Verletzte +++

Mittlerweile wird von über 40 Verletzten berichtet.

+++ 22.19 Uhr: Zwei Selbstmordattentäter +++

Die türkischen Behörden vermuten zwei Selbstmordattentäter hinter den Explosionen. Sie sollen die Bomben an der Sicherheitskontrolle im Ankunftsterminal für internationale Flüge ausgelöst haben. Daraufhin hätten Polizisten auf die Verdächtigen geschossen. Laut Medienberichten hätten zunächst die Angreifer mit Kalaschnikow-Sturmgewehren das Feuer eröffnet.

+++ 22.18 Uhr: Panik unter Fluggästen +++

Unmittelbar vor der Erklärung des Justizministers hatten türkische Fernsehsender von Explosionen und anschließenden Schüssen am internationalen Terminal des Atatürk-Flughafens berichtet. Augenzeugen berichteten dem Nachrichtensender CNN-Turk zufolge, dass zunächst zwei heftige Explosionen das Terminal erschüttert hätten. Dadurch sei Panik unter den Fluggästen ausgebrochen. Die Explosionen seien „sehr stark“ gewesen, berichtete ein Augenzeuge.

+++ 21.59 Uhr: Mindestens zehn Tote +++

Es soll mindestens zehn Tote geben, heißt es aus Regierungskreisen.

+++ 21.51 Uhr: Vierter Anschlag in 2016 +++

Es war der dritte schwere Anschlag seit Jahresbeginn im Zentrum Istanbul. Vor drei Wochen waren bei einem Anschlag in Istanbuls Stadtmitte elf Menschen getötet worden. Zu dieser Tat bekannte sich eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Auch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt in türkischen Metropolen Anschläge.

Chronologie: Anschläge in Istanbul

Juni 2016: Die Explosion einer ferngezündeten Autobombe tötet im Zentrum Istanbuls elf Menschen, 36 weitere werden verletzt. Bei den Toten handelt es sich um sechs Polizisten und fünf Zivilisten. Eine PKK-Splittergruppe bekennt sich auf ihrer Internetseite zu der Tat.

Mai 2016: Bei einem Autobombenanschlag auf das Militär werden fünf Soldaten und drei Zivilisten verletzt. Das Auto detoniert in der Nähe einer Kaserne, als ein Militärfahrzeug vorbeifuhr. Nach türkischen Medienberichten bekannte sich die kurdisch-nationalistische PKK zu dem Anschlag.

März 2016: Ein Attentäter sprengt sich auf der zentralen Einkaufsstraße Istiklal in die Luft und reißt vier Menschen mit in den Tod, 39 weitere werden verletzt. Drei der Todesopfer sind Israelis, eines ist aus dem Iran. Laut türkischer Regierung hatte der Attentäter Verbindungen zur sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Januar 2016: Bei einem Anschlag im historischen Zentrum Istanbuls werden zwölf Deutsche getötet. Der Angreifer sprengt sich mitten in einer deutschen Reisegruppe in der Nähe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee in die Luft. Der Attentäter gehörte nach Angaben der türkischen Regierung dem Islamischen Staat (IS) an.

August 2015: Bei einem Bombenanschlag und einem anschließenden Angriff auf eine Polizeiwache werden mindestens vier Menschen getötet. Eines der Todesopfer ist Polizist, die drei anderen sind die Attentäter. Laut türkischen Medien bekannte sich die PKK zu der Tat.

+++ 21.50 Uhr:  Mehr als eine Leiche +++

Bei dem Terroranschlag am Atatürk-Flughafen soll es einem Medienbericht zufolge Tote gegeben haben. Die Nachrichtenagentur DHA meldete am Dienstagabend „mehr als eine Leiche“ am Ort des Anschlags.

+++ 21.47 Uhr: Rettungskräfte vor Ort +++

Am internationalen Flughafen in Istanbul sind die Rettungskräfte eingetroffen. An die 30 Rettungswägen sollen vor dem Terminal schon stehen.

Blutüberströmte Personen werden aus dem Flughafengebäude getragen.

+++ 21.37 Uhr: Bilder aus dem Flughafen +++

Bei Twitter laufen unter dem Hashtag #Istanbul erste Bilder vom Anschlag ein. Sie zeigen ein Bild der Verwüstung außerhalb des Ankunftsterminals, wo Passagiere gewöhnlich auf Taxis warten.

 

 

+++ 21.36 Uhr: Hintergrund unklar +++

Es ist unklar, ob es sich um eine Bombe oder einen Selbstmordanschlag gehandelt habe.

+++ 21.35 Uhr: Flughafen gesperrt +++

Der Flughafen sei bis auf Weiteres gesperrt, kein Ein- und Auslass.

+++ 21.30 Uhr: Anschläge an zwei Stellen +++

Am Istanbuler Atatürk-Flughafen ist es zu Explosionen gekommen. Laut der türkischen Nachrichtenagentur „Dogan Haber Ajansi“ wurden am Terminal für Auslandsflüge Schüsse und eine Detonation gehört. Die mutmaßlich terroristischen Anschläge sollen zeitgleich an zwei verschiedenen Stellen des Flughafens stattgefunden haben.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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Flughafen Istanbul
Foto: Das Bild der Zerstörung am Morgen nach dem Anschlag.

Ein Anschlag auf den Istanbuler Atatürk-Flughafen erschüttert die Türkei. Drei Selbstmordattentäter greifen den Atatürk-Airport an und reißen viele Menschen mit in den Tod. Die Terroristen treffen damit auch den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes.

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