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Kaufmann steht nach Schießerei bei SEK-Einsatz vor Gericht

Prozesse Kaufmann steht nach Schießerei bei SEK-Einsatz vor Gericht

Kugeln zischten durch die Luft am Kölner Großmarkt. Ein Kaufmann sollte vom SEK gestellt werden, aber die Situation eskalierte. Bis heute ist der Einsatz von Juni 2011 umstritten. Der Kaufmann muss sich nun vor Gericht verantworten.

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Ein mehr als vier Jahre alter SEK-Einsatz beschäftigt das Kölner Landgericht. Die Polizisten hatten einen Kaufmann in seinem Auto stellen wollen - und er soll auf sie gefeuert haben. Um die Schießerei ranken sich bis heute Rätsel.

Quelle: Frank Fuchs/Archiv

Köln. Fast fünf Jahre nach einer Schießerei am Kölner Großmarkt hat der Prozess gegen einen Kaufmann begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 55-Jährigen vor, am 19. Juni 2011 auf einen SEK-Beamten (Spezialeinsatzkommando) geschossen zu haben.

Der Schuss verfehlte den Beamten. Die Spezialkräfte, die einen Durchsuchungsbeschluss hatten und den Kaufmann in seinem Auto stellen wollten, hätten daraufhin das Feuer erwidert. Sein Anwalt Gottfried Reims widersprach dieser Schilderung. Sein Mandant habe zu diesem Zeitpunkt keine Waffe in der Hand gehabt: "Er hat weder auf eine der ihn angreifenden Personen gezielt, noch geschossen."

Bei dem Einsatz war der Kaufmann in dem Auto von Kugeln schwer verletzt worden. Ihm wird in dem Prozess versuchter Totschlag, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Am Tag vor der Schießerei soll er einer ehemaligen Angestellten einen Revolver an die Schläfe gehalten und zudem seiner Frau gedroht haben, er werde sie töten. Die Frau alarmierte laut Anklage die Polizei und berichtete, ihr Mann sei im Besitz von Waffen - daraufhin rückten die Spezialkräfte an.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gaben sich die Polizisten auch als solche zu erkennen. Der Verteidiger erklärte, der 55-Jährige habe an einen Überfall gedacht. Er warf Polizisten vor, "nicht objektiv die Wahrheit gesagt" zu haben.

dpa

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