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Millionen Kinder müssen gefährliche Arbeiten verrichten

Soziales Millionen Kinder müssen gefährliche Arbeiten verrichten

Schuften statt spielen: Etwa 215 Millionen Kinder weltweit müssen arbeiten. Für etwa die Hälfte von ihnen ist es besonders gefährlich, denn sie leben von Prostitution, Drogenschmuggel, Arbeiten unter Tage oder als Kindersoldaten.

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Trotz aller Programme und Bemühungen werden immer noch Millionen Kinder weltweit zum Arbeiten gezwungen. Die 14-jährige Ibudo Asseta arbeitet im Steinbruch Pissy in Burkina Faso.

Quelle: Jens Kalaene

Genf/Berlin. Das teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in Genf anlässlich des 10. Welttags gegen Kinderarbeit am Dienstag (12. Juni) mit. Nach dem aktuellen ILO-Bericht sind insbesondere Kinder in ländlichen Regionen, von Wanderarbeitern sowie von indigenen Völkern durch Arbeit in jungen Jahren gefährdet.

Diese bedeute nicht nur eine Verletzung der Grundrechte, sondern auch ein Entwicklungshindernis: Ohne Ausbildung hätten die Kinder so gut wie keine Chance auf einen Ausbruch aus der Armut. Die den Vereinten Nationen nahestehende Organisation forderte die Regierungen auf, Gesetze zum Schutz von Kindern zu formulieren und umzusetzen. Dazu gehöre auch das Fördern von Schulbesuchen und alternativen Einkommensquellen für mittellose Familien.

"Wir können nicht zulassen, dass die Beseitigung der Kinderarbeit von der Entwicklungsagenda rutscht", sagte ILO-Generaldirektor Juan Somavia laut Mitteilung. "Alle Länder sollten bestrebt sein, dieses Ziel zu erreichen, individuell und kollektiv."

Auch die Kinderkommission des Deutschen Bundestags betonte, dass der Teufelskreis aus fehlender Schulbildung, Kinderarbeit und Armut, durchbrochen werden muss. Es bestehe zudem ein Zusammenhang zwischen der Ausbeutung von Kindern und der kriselnden Weltwirtschaft. Oft führe dies zu fehlender sozialer Absicherung und zu Kürzungen bei den Sozialausgaben.

"Kinder haben das Recht auf Spiel, Gesundheit, Bildung und kindgerechte Lebensbedingungen", sagte die Vorsitzende des Gremiums, Diana Golze (Die Linke). Es sei daher dringende Aufgabe der Politik, international auf die Einhaltung der Kinderrechte und das Verbot von Kinderarbeit zu drängen.

173 der damals 183 ILO-Staaten hatten 1999 ein Abkommen unterzeichnet, in dem sie sich verpflichten, Programme zur Bekämpfung von Kinderarbeit ins Leben zu rufen. Zwar registriert die ILO seitdem eine wachsende Zahl nationaler Aktionspläne und Gesetze. Jedoch kämen dem noch nicht alle Staaten ausreichend nach.

dpa

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