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Missbrauch: Kindereisenbahn-Mitarbeiter muss in Haft

Prozesse Missbrauch: Kindereisenbahn-Mitarbeiter muss in Haft

Nach dem Missbrauchsskandal bei der Berliner Kindereisenbahn muss ein erster Täter ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte einen Mitarbeiter am Dienstag zu drei Jahren und neun Monaten Haft.

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Im Parkeisenbahn-Prozess wurde eine Haftstrafe verhängt.

Quelle: Britta Pedersen

Berlin. Der Bahnhofsleiter hatte zwei Schützlinge im Alter von 12 und 14 Jahren zehnmal sexuell missbraucht. Der Angeklagte habe seine übergeordnete Position gegenüber den Opfern ausgenutzt, urteilten die Richter. Drei Mitarbeiter der Familienattraktion im Freizeitpark Wuhlheide wurden bisher zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Der entlassene Bahnhofsleiter und sein Freund, der nicht bei der Kindereisenbahn beschäftigt war, entschuldigten sich. "Es tut mir leid, dass ich den Jungen Schaden zugefügt habe", beteuerte der 31-jährige Zugbegleiter der Deutschen Bahn. Die Geständnisse ersparten den Jungen peinliche Aussagen, berücksichtigte Richter Uwe Nötzel strafmildernd. Über seine Anwältin ließ der damals 12-Jährige erklären, "die Taten werden mich mein Leben lang beschäftigen".

Der Junge fühlte sich der Kindereisenbahn verpflichtet, er wollte aufsteigen und einen guten Eindruck hinterlassen, sagte Nebenklagevertreterin Sylvia Frommhold. Der Junge habe sich nicht getraut, sich zu offenbaren. Die Einbindung in das System Parkeisenbahn machte es so gefährlich. Die sexuellen Übergriffe passierten in den Jahren 2005 bis 2007 auf dem Gelände der Parkeisenbahn und in Privatwohnungen.

dpa

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