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Modeschöpfer Cardin zeigt neue Kollektion in Belgrad

Mode Modeschöpfer Cardin zeigt neue Kollektion in Belgrad

Pierre Cardin ist fast 90 und vermeidet Gespräche über das Alter. Er möchte nicht sterben - "alles andere habe ich erreicht". In Serbien wird der französische Modeschöpfer verehrt.

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Pierre Cardin: «Die Mode ändert sich, aber die Frauen niemals!».

Quelle: Alejandro Garcia

Belgrad. Der französische Modeschöpfer Pierre Cardin ist in Belgrad eingetroffen, um seine neue Kollektion zu präsentieren und einen Überblick über sein 60-jähriges Schaffen zu geben. Er sei schon vor Jahrzehnten im damaligen Jugoslawien gewesen, sagte der einstige Modezar der größten serbischen Zeitung "Blic" vom Samstag. Damals habe er seine Kollektion der Frau des kommunistischen Staatsgründers Tito, Jovanka Broz, vorgestellt.

Rätselraten herrschte darüber, was den Meister gerade nach Belgrad verschlagen hat, das auf der Modelandkarte eigentlich etwas abseits liegt. Die Fashionshow sollte im sogenannten Weißen Schloss der früheren serbischen Königsfamilie Karadjordjevic stattfinden. Sie ist Teil der Belgrader Modewochen. Zu Beginn seines Serbien-Aufenthaltes erhielt Cardin, der Anfang Juli 90 Jahre alt wird, die Ehrendoktorwürde einer privaten Belgrader Universität.

Bei der Ehrung stellte der Designer die Mode als untrennbaren Teil des Menschen dar. "Stellen Sie sich mal eine Stadt ohne Geschäfte und Friseursalons vor", illustrierte er seinen Standpunkt. Schließlich beschäftige die Modeindustrie heute mehr Menschen als die Automobilbranche. Die Universität lobte "seine Genialität nicht nur in Modekreationen". Cardin sei eine "außergewöhnliche und seltene Persönlichkeit".

"Ich will nicht über das Alter reden, das erinnert mich nur an die Vergänglichkeit des Lebens", sagte Cardin der Zeitung "Blic": "Ich will nicht sterben. Alles andere habe ich erreicht. Ich habe die Welt bereist, habe die Weisheit der weltweit intellektuell wichtigen Menschen gesammelt und habe mit Picasso verkehrt." Trotz seines bewegten Lebens sieht er doch eine Konstante: "Die Mode ändert sich, aber die Frauen niemals!", verriet er dem Staatsfernsehen RTS.

dpa

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