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Polizei geht von "klassischem Amoklauf" aus

+++ Newsblog zu München +++ Polizei geht von "klassischem Amoklauf" aus

Ein Mann schießt an einem Einkaufszentrum in München um sich, tötet neun Menschen und richtet sich selbst. Nach einer Nacht im Ausnahmezustand sind noch viele Fragen offen. Wir halten Sie in unserem Newsblog über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

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Eine Frau entzündet Kerzen am Zugang zur U-Bahnstation Olympia-Einkaufszentrum in München (Bayern), den die Polizei nach einer Schießerei mit Toten und Verletzten am Vortag abgesperrt hat.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa

+++ Die Kollegen übernehmen +++

Ab jetzt übernehmen die Kollegen vom RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Vielen Dank für Ihre bisherige Aufmerksamkeit. Verfolgen Sie die weiteren Ereignisse hier im Ticker (kma): 

+++ Reaktionen aus der Politik +++

Vize-Kanzler Sigmar Gabriel hat sich bestürzt zum Attentat in München geäußert und gleichzeitig die Arbeit der Polizei in der bayerischen Landeshauptstadt gelobt. „Schockierende Nachrichten aus München“, schrieb der SPD-Chef am Freitagabend bei Twitter. „Gedanken sind bei den Opfern. Jetzt keine Spekulationen.“ Die Polizei München leiste großartiges, schrieb er weiter.




+++ "Ich bin Deutscher" +++

Derzeit kursiert auf vielen Kanälen ein Video, das offenbar den mutmaßlichen Täter zeigt. Dort ruft er "Ich bin Deutscher" während ein Zeuge ihn vom Dach aus beschimpft.

 

+++ Viel Lob für die Polizei +++

Die Münchener Polizei erfährt nach ihrem Einsatz am Freitagabend viel Lob in der sozialen Netzwerken. Auch für die ständigen Informationen via Twitter - sogar in mehreren Sprachen. Am Mittag des Sonnabends gibt die Polizei erneut eine Pressekonferenz und informiert über die aktuellen Ermittlungen.


+++ Motiv weiter unklar +++

Über das Motiv des mutmaßlichen Täters ist bisher noch nichts bekannt. Aus diesem Grund kann auch noch nicht endgültig gesagt werden, ob es sich um einen Amoklauf oder einen Terroranschlag handelt. Hier finden Sie eine Erklärung:


+++ Bundesweite Trauerbeflaggung +++

Nach dem Anschlag in München hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Trauerbeflaggung in ganz Deutschland angeordnet. Dies geschehe als „Zeichen der Anteilnahme nach der abscheulichen Gewalttat“, teilte sein Ministerium am Samstagmorgen über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ein 18 Jahre alter Deutsch-Iraner hatte am Freitagabend in München neun Menschen und sich selbst erschossen. Hintergründe und Motiv der Bluttat waren zunächst völlig unklar.

+++ Treffen mit Chefs von Verfassungsschutz, BND und BKA +++

Nach dem Anschlag von München wird sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Samstagvormittag (gegen 11.00 Uhr) in Berlin mit den Spitzen der Sicherheitsbehörden Verfassungsschutz, BND und BKA zu einer Lagebesprechung treffen. An dem Gespräch im Innenministerium wird nach Angaben eines Ministeriumssprechers auch Staatssekretärin Emily Haber teilnehmen. Anschließend (12.00 Uhr) nimmt de Maizière an einem Treffen des Bundessicherheitskabinetts im Kanzleramt teil. De Maizière kommt wegen des Anschlags aus New York zurück und hatte sich den Angaben zufolge am Vortag noch auf dem Flughafen in New York beim bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) telefonisch über die Lage in München informiert.


+++ Verkehr läuft wieder +++

Der öffentliche Nahverkehr in München läuft mittlerweile wieder. Am Freitagabend war er zunächst komplett eingestellt worden. Auch die Deutsche Bahn hatte für ihre Fahrgäste Schlafwagen im Einsatz nachdem der Münchener Hauptbahnhof vorübergehend nicht mehr angefahren wurde.


+++ Überblick zum Nachlesen +++

Hier finden Sie eine Chronologie der Schreckensnacht.

Der Liveticker zum Nachlesen.

Was wir bisher wissen.

+++ Iran verurteilt Angriff +++

Der Iran hat den tödlichen Angriff in München verurteilt. Die iranische Regierung verurteile „die Ermordung von schutzlosen Unschuldigen“, sagte der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Sonnabend laut den Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Es gebe keine Alternative zum „totalen und unterschiedslose Kampf“ gegen den Terrorismus. Die Regierung sage „der deutschen Bevölkerung und der Regierung ihre Solidarität“ zu, sagte der Außenamtssprecher.

+++ Polizei durchsucht Wohnung +++

Nach dem Anschlag von München hat die Polizei am Samstagmorgen eine Wohnung im Stadtteil Maxvorstadt durchsucht. Das mehrstöckige Wohnhaus wurde weiträumig abgesperrt, Ermittler trugen Kartons aus dem Haus. Nicht bestätigen wollte die Polizei zunächst, dass der Einsatz der Wohnung des Täters oder der Wohnung von dessen Vater gegolten habe. Das hatte das Onlineportal Bild.de gemeldet.

Foto: Polizeifahrzeuge stehen vor einem Gebäude in der Dachauer Straße in München nach einer Schießerei mit Toten und Verletzen am Vortag.

Polizeifahrzeuge stehen vor einem Gebäude in der Dachauer Straße in München nach einer Schießerei mit Toten und Verletzen am Vortag.

Quelle: Tobias Hase/ dpa

+++ Neue Bundespolizei-Einheit nicht im Einsatz +++

Die neue „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus“ der Bundespolizei, kurz BFE+, war nach Angaben der Polizei in München nicht im Einsatz. Das sagte der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä auf einer Pressekonferenz in der Nacht zum Samstag.

Zuvor hatte es aus Sicherheitskreisen geheißen, in München seien neben Beamten der Anti-Terror-Einheit GSG 9 auch Spezialkräfte der neuen BFE+ im Einsatz. Die schwer bewaffnete Einheit der Bundespolizei wurde im Dezember 2015 nach den Terroranschlägen von Paris gegründet. Die BFE+ soll Spezialeinheiten wie die GSG 9 und die Spezialeinsatzkommandos (SEK) unter anderem bei Anti-Terror-Einsätzen unterstützen.

+++ Seehofer „tief erschüttert“ +++

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat sich vom Anschlag in München „tief erschütter“ gezeigt. Die „brutale und menschenverachtende Tat“ erfülle alle „mit Trauer und Schrecken“, sagte er in einer Mitteilung von Samstagmorgen. Die Gedanken seien bei Opfern und Angehörigen. Weiter betonte Seehofer: „Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit“. Das bayerische Kabinett will am Samstag über Konsequenzen aus dem Anschlag beraten.

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