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Nürburgring nicht mehr erste Wahl für Rockfestival

Musik Nürburgring nicht mehr erste Wahl für Rockfestival

Für das populäre Musikspektakel "Rock am Ring" ist der Nürburgring als Austragungsort aus Sicht des Veranstalters nicht mehr erste Wahl. Marek Lieberberg erhöht damit den Druck im Streit um die Zukunft der kriselnden Rennstrecke.

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Der Konzertveranstalter Marek Lieberberg erwägt für die Zukunft einen neuen Austragungsort für sein Festival «Rock am Ring».

Quelle: Thomas Frey

Nürburg. Mit Blick auf das Jahr 2013 sagte der Frankfurter Veranstalter in der Mainzer "Allgemeinen Zeitung": "Es ist gut möglich, dass wir bei der Suche einen Standort finden, der bessere Optionen bietet als der Nürburgring." Lieberberg brachte erneut den Flugplatz Mainz-Finthen als Veranstaltungsort ins Spiel. Sprecherin Katharina Wenisch bestätigte die Angaben des Blatts am Mittwoch.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat den privaten Betreibern der Rennstrecke in der Eifel wegen ausstehender Pacht gekündigt. Diese wehren sich dagegen. Der Schwebezustand verunsichert Veranstalter. Auch die Formel 1 ist davon betroffen.

Lieberberg fordert für sich Klarheit bis Ende Juli. Nach Angaben des Infrastrukturministeriums in Mainz fehlt vor einer Einigung mit den Pächtern die rechtliche Möglichkeit, Verträge zu schließen. Derzeit verhandeln die Rechtsanwälte beider Seiten.

Ministeriumssprecher Joachim Winkler sagte der dpa am Mittwoch: "Wir sind fest überzeugt, dass "Rock am Ring" auch weiterhin am Nürburgring stattfinden wird. Wir gehen davon aus, dass wir in absehbarer Zeit auch wieder die Verfügungsgewalt über den Nürburgring erhalten, um dann verbindliche Zusagen machen zu können."

Konzertveranstalter Lieberberg kritisierte derweil den Nürburgring als Festivalort: "Alles bewegt sich dort in einem recht schmalen Schlauch. Es wäre besser, würde sich der Platz einem Fächer ähnlich verbreitern." Der Flughafen Mainz-Finthen biete dagegen grundsätzlich diese Möglichkeit. Man prüfe auch den (badischen) Hockenheimring und einen rheinland-pfälzischen Flugplatz, der sich selbst ins Spiel gebracht habe. Auf dpa-Nachfrage, um welchen Flughafen es gehe, wollte Sprecherin Wenisch keine näheren Angaben machen.

dpa

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