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Plastik-Müll in Flüssen und Meeren nimmt zu

Wissenschaft Plastik-Müll in Flüssen und Meeren nimmt zu

Wissenschaftler warnen vor dem zunehmenden Plastikmüll in Binnengewässern und Meeren. "Es gelangt einfach zu viel Kunststoff in die Umwelt. Das ist ein Fakt.

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Ausstellung in der Kulturkirche in Stralsund. Weltweit sollen durchschnittlich 13 000 Plastikmüllpartikel auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche treiben.

Quelle: Stefan Sauer

Schwerin. t. Welche Folgen das für Mensch und Natur auch auf längere Sicht hat, darüber wissen wir aber noch viel zu wenig", sagte Professor Thomas Knepper von der privaten Hochschule Fresenius (Idstein/Hessen) in Schwerin zum Abschluss der Jahrestagung der Wasserchemischen Gesellschaft. Dazu zählten auch mögliche gesundheitliche Folgen für den Menschen durch den Verzehr belasteter Meerestiere.

Erstmals hatten sich die Fachleute aus ganz Deutschland bei ihrer Konferenz speziell mit der Verbreitung von Mikroplastik in Gewässern befasst. Experten schätzen, dass jährlich zwischen 5 und 13 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere gelangen. Dort wird er zum Teil über sehr lange Zeit zerkleinert und auch von Organismen aufgenommen. Fragmente, die kleiner als fünf Millimeter sind, werden als Mikroplastik bezeichnet. Es kann Hunderte von Jahren dauern, bis sich Kunststoffe zersetzen. Dabei gelangen auch Gifte in die Umwelt.

Ein jetzt gestartetes, mit 7,5 Millionen Euro ausgestattetes europäisches Forschungsprogramm sei ein wichtiger Schritt, um Auswege aus der zunehmenden Vermüllung der Gewässer und Meere zu finden und die Auswirkungen auf die Umwelt genauer zu erforschen. Dem müssten aber weitere, international abstimmte Bemühungen folgen, forderte Knepper. "Und wir müssen das Vorsorgeprinzip noch stärker im Bewusstsein der Menschen verankern, sie dazu bringen, weniger Kunststofftüten zu verwenden und Recyclingsysteme zu nutzen. Was gar nicht erst in Gewässer gelangt, muss auch nicht aufwendig herausgefischt werden. Das gilt für Plastik ebenso wie für nicht verbrauchte Medikamente, die noch zu oft in der Klospülung landen."

dpa

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