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Polizeichef im Fall Trayvon Martin gefeuert

Kriminalität Polizeichef im Fall Trayvon Martin gefeuert

Im Mordfall um den US-Teenager Trayvon Martin stand Bill Lee, Polizeichef der Stadt Sanford in Florida, monatelang im Zentrum der Kritik - nun muss er gehen. Wie der Nachrichtensender CNN am Mittwochabend (Ortszeit) berichtete, feuerte die Stadtverwaltung Lee.

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Das undatierte Foto zeigt den 12-jährigen Trayvon Martin, der von einem freiwilligen Wachmann erschossen wurde.

Quelle: Brian Blanco/Archiv

Washington. Der Polizeichef habe das Vertrauen und den Respekt eines Teils der Gemeinde verloren, sagte Stadtdirektor Norton Bonaparte. "Wir müssen nun mit einem Polizeichef vorwärtsschreiten, den alle Bürger von Sanford respektieren können", so Bonaparte. Die Familie des Opfers respektiere die Entscheidung, sagte ein Anwalt der Angehörigen zu CNN.

Lee wollte bereits im April sein Amt abgeben, doch die Stadtverwaltung lehnte damals den Rücktritt ab. Im Februar hatte der freiwillige Wachmann George Zimmerman den unbewaffneten 17-jährigen schwarzen Teenager Martin erschossen. Zimmerman berief sich auf Notwehrgesetze, und die Polizei ließ ihn vorerst laufen. Erst nach einer landesweiten Welle der Empörung wurde er verhaftet und des Mordes mit bedingtem Vorsatz angeklagt. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. Sollte Zimmerman verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Haftstrafe.

dpa

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