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Polizistenmord: Waffendepot bei Tochter des Verdächtigen

Prozesse Polizistenmord: Waffendepot bei Tochter des Verdächtigen

Die Tochter eines mutmaßlichen Augsburger Polizistenmörders hat eingeräumt, jahrelang Kisten ihres Vaters mit Waffen und Geld im Keller deponiert zu haben.Von dem brisanten Inhalt habe sie allerdings erst erfahren, als sie nach dessen Festnahme Ende 2011 in die Kisten geschaut habe, sagte die 32-Jährige zu Beginn des Prozesses vor dem Augsburger Amtsgericht am Montag.

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Ende Oktober war in Augsburg bei einer Schießerei ein Polizist getötet worden.

Quelle: Stefan Puchner

Augsburg. g.

Die Polizei verständigte sie ihren Angaben zufolge aber nicht - stattdessen versteckte sie das Geld in ihrer Küche. "Ich hatte Angst, dass ich belastet werde mit dem Zeug." Ihr Vater ist einer von zwei Tatverdächtigen im Fall des Augsburger Polizistenmordes von Ende Oktober 2011. Der zweite Verdächtige ist der Onkel der Angeklagten.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft lagen in der Kiste diverse Waffen und Handgranaten sowie mehr als 38 000 Euro. Das Geld soll aus einem Raubüberfall im Jahr 2004 stammen. Die Anklage lautet auf unerlaubten Waffenbesitz sowie Begünstigung, Geldwäsche, Diebstahl und Hehlerei.

Vor Gericht steht auch der 31 Jahre alte Ex-Partner der Angeklagten. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wussten beide die ganze Zeit über den Inhalt der Kisten Bescheid. Der 31-Jährige bestreitet, den Inhalt gekannt zu haben. "Ich hasse Waffen und Gewalt, das gibt es bei mir nicht."

Die Laborassistentin räumte ein, für ihren Vater zweimal auf ihrer Arbeit Spray gestohlen zu haben, mit dem DNA entfernt werden könne. Auch dabei habe sie sich nichts weiter gedacht. "Ab wann denken sie sich eigentlich was?", fragte der Vorsitzende Richter. Wann in dem Verfahren das Urteil verkündet wird, war zunächst unklar. Angekündigt gewesen war nur ein Verhandlungstag. Für den Montagnachmittag waren Zeugen geladen.

dpa

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