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Fehlstart bei Flottenparade

Russland Fehlstart bei Flottenparade

Bei der Flottenparade der russischen Schwarzmeerflotte hat sich am Sonntag ein dramatischer Zwischenfall ereignet. Der Abschuss einer großen Rakete von Bord der Fregatte „Ladny“ ist missglückt.

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Von Bord der „Ladny“ wurde die Rakete abgeschossen.

Quelle: Frank Behling (Archiv)

Sevastopol. Die schwere Lenkwaffe startete aus dem Abschussgerät, zerfiel dann aber vor den Augen der Zuschauer und Ehrengäste in mehrere Einzelteile. Die beiden Antriebsraketen des Lenkflugkörpers schossen wie Feuerwerksraketen unkontrolliert in den Himmel. Der große Flugkörper stürzte nach wenigen hundert Metern vor der Fregatte ins Wasser und versank in der Zufahrt zum Schwarzmeerhafen. 

Die „Ladny“ führte am Sonntag eine Flotte von mehreren russischen Marineschiffen an, die sich zum Tag der russischen Marine im Hafen von Sevastopol formiert hatten. Das Auslaufen der Einheiten und der Abschuss des Lenkflugkörpers waren zuvor von der Führung der russischen Marine zum Höhepunkt der Feierlichkeiten zum „Tag der Marine“ angekündigt worden. Das Ereignis wurde deshalb neben den Ehrengästen auch von an den Ufern von vielen Touristen und Anwohnern  verfolgt. Die ersten Videos vom Unglück wurden noch am Sonntag abend über den Kurznachrichtendienst Twitter und den Video-Dienst Youtube verbreitet.

Der Marinestützpunkt Sevastopol auf der Krim ist die Hauptbasis der russischen Flotte in der Region. Laut russischen Medien wurde bei dem Zwischenfall niemand verletzt.Fast zeitgleich wurden am Sonntag in den russischen Stützpunkten Militärparaden abgehalten. In Baltiysk (ehemals Pillau) an der Ostsee wurde dabei die Indienststellung des neuen Aufklärungsschiffes „Yuriy Ivanov“ bekanntgegeben. Das 95 Meter lange Spezialschiff soll mit modernster Abhörtechnik ausgestattet sein und zur Überwachung der Aktivitäten der Nato-Marine eingesetzt werden. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte aus Anlass des Tags der Marine die neue Marinedoktrin vorgestellt. Danach werden die Arktis, der Atlantik und das Schwarze Meer zu den Schwerpunkten der Aktivitäten der russischen Marine erklärt.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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